Aus dem Gemeinderat Oktober 2018

Oktobersitzung des Gemeinderates, 50. der Wahlperiode

Um die vorneweg zu tragenden Ausgaben für das neue Baugebiet Brunner Wegfeld – Blumenstraße abbilden zu können, hat der Gemeinderat eine Nachtragshaushaltssatzung in Höhe von drei Millionen Euro beschlossen. Nach Angaben von Erstem Bürgermeister Rüdiger Probst sollen damit die Ausgaben für Bauleitplanung, Grundstückskauf und Erschließungskosten vorfinanziert werden, bis durch den Verkauf der Grundstücke die Kosten wieder hereinkommen.

Anlässlich der 50. Sitzung der laufenden Wahlperiode wurde im Gemeinderat erneut überlegt, Fördermittel im Rahmen der Kommunalen Allianzen für den so genannten Kernwegeausbau („bedeutsame Flurwege“) in Anspruch zu nehmen. Konkret geht es um die Verbindung „940.1“  von Oberalbach zum Weg von Brunn nach Hohholz. Falls die mit der Förderung verbunden Auflagen, zum Beispiel im Hinblick auf die Art des Ausbaus und die Breite des Weges, nicht zu umfangreich sind, wird die Gemeinde dafür einen Antrag stellen; alternativ soll der Weg in Eigenregie verbessert werden.

Auch aufgrund der Wetterlage hat sich der Verbrauch von Wasser in der Gemeinde erhöht. Um künftig beim Einkauf Aufschläge für den Mehrverbrauch zu vermeiden, beschloss der Gemeinderat, das jährliche Bezugskontingent um 12.000 Kubikmeter zu erhöhen.

Aus dem Gemeinderat September 2018

Hauptthema der letzten Sitzung des Gemeinderates Wilhelmsdorf war die Prüfung der Stellungnahmen zur wiederholten Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes Nr. 15 „Brunner Wegfeld – Blumenstraße BA I“.  Bei den eingegangenen Stellungnahmen zu den beiden Bauleitplanverfahren wurden keine gravierenden neuen Einwendungen seitens der so genannten „Träger öffentlicher Belange“ vorgebracht, so die Ausführungen von Dipl.-Geograph Thomas Rosemann vom Planungsbüro. Vor allem der Bund Naturschutz gab eine umfangreiche Stellungnahme ab, größtenteils mit Hinweisen, die durch die Abwägung beantwortet werden konnten.

Der Gemeinderat fasste zu Flächennutzungsplan den Feststellungsbeschluss. Demnach kann die Änderung des Flächennutzungsplan dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt werden. Nach dieser Genehmigung kann der Bebauungsplan in Kraft treten und die Bauplätze können vermarktet werden, wobei schon wesentlich mehr Bauwerber vorhanden sind, als mögliche Bauplätze.

Mit der 3. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 13 „Beethovenstraße“ soll ein Beitrag zur allseits gewollten Innenverdichtung geleistet werden. Im Zuge dessen geht es dabei um zwei Bauplätze, die neu entstehen können, wenn ein Teil der ursprünglich als Kinderspielplatz vorgesehenen Fläche dafür verwendet wird. Der Spielplatz sei in seiner jetzigen Form ausreichend groß.

Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim ist zur Umsetzung eines qualitätsvollen landkreisübergreifenden Radwegenetzes nach einheitlichem Standard für den touristischen Radverkehr und den Alltagsradverkehr unter anderem eine neue Beschilderung nötig. Zur Verbesserung der Radwege rund um Wilhelmsdorf stimmten die Mitglieder des Rates einer Vereinbarung mit dem Landkreis einheitlich zu.

Im Friedhof wurde in einem Teilbereich ein Bestattungsort für anonyme und teilanonyme Urnengrabstätten errichtet. In naher Zukunft wird auch eine Urnengemeinschaftsgrabanlage entstehen, die sich gestalterisch in der Mitte des neuen Friedhofteils einfügen soll.

Des Weiteren befasste sich der Gemeinderat mit zwei Bauanträgen zu einem Garagenneubau und der Nutzungsänderung des Gemeindesaales in einen Turnraum für die Kindertagesstätte in Wilhelmsdorf.

An der St 2244 im Bereich Gunzendorf – Stadelhof befindet sich eine der Unfallhäufungsstellen des letzten Drei-Jahres-Zeitraumes (2015 bis 2017). Mit der Unfallkommission, bestehend aus unterer Straßenverkehrsbehörde, Polizei und Staatlichem Bauamt, hatte ein Ortstermin stattgefunden, nachdem sich in den letzten drei Jahren mehrere Pkw- und Fahrradunfälle ereigneten, berichtete Bürgermeister Rüdiger Probst. Nach eingehender Beratung soll eine „verdeckte“ Geschwindigkeitsmessung durchgeführt werden. Danach wird entschieden, ob verkehrsregelnde Maßnahmen getroffen werden müssen. Im Bereich des Radweges wurden durch den Bauhof bereits Verkehrszeichen und Abgrenzungslinien auf dem Fahrbahnbelag aufgesprüht.

Die „große“ Baumaßnahme in der Bergstraße ist jetzt nahezu abgeschlossen. In der Sitzung wurde diskutiert, ob die Bergstraße bzw. der Innenort für den Schwerlastverkehr beschränkt werden könnte. Dies fand im Rat Zustimmung.

In seinem Bericht ging Bürgermeister Probst auf Informationen aus der Bürgermeisterdienstversammlung ein und sprach von einem „gelungenen und sehr gut frequentierten“ Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr in Wilhelmsdorf sowie insgesamt gutem Zuspruch zu Aktionen im Rahmen des Ferienprogramms.

Die Grafik zeigt den aktuellen Planungsstand beim Baugebiet „Brunner Wegfeld – Blumenstraße BA I“ 

Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsdorf

Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsdorf
Samstag, den 15. September 2018 ab 14:30 Uhr bis in den Abend hinein.
Was wird geboten?
– Mehrere Einsatzvorführungen (u.a. Brände und Verkehrsunfälle)
– Fahrzeugschau
– Erstellen lassen einer Rettungskarte für den eigenen PKW
– Eigene Löschversuche am Feuerlöschertrainer
– Vorführung einer Fettbrandexplosion und der Explosion einer Deodose
– Kinderprogramm
Für das leibliche Wohl ist wie immer bestens gesorgt.
Am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen, sowie am Abend frisches vom Grill.
Auf Ihr Kommen freut sich die Freiwillige Feuerwehr Wilhelmsdorf.
Moderne Autotechnik bietet mehr Sicherheit, erschwert aber teilweise die rasche Befreiung der Insassen. 
Wo an der Karosserie Spreizer und Schere anzusetzen sind, welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen, ist den Einsatzkräften nicht immer bekannt. Für schnellere Rettung sorgt die vom ADAC eingeführte und als Standard gesetzte Rettungskarte. Diese soll einheitlich hinter der Fahrersonnenblende angebracht werden bis flächendeckend in ganz Europa eine elektronische Datenübermittlung an die Unfallstelle möglich ist. 
Eine Rettungskarte speziell für Ihren PKW bekommen Sie unter anderem am Tag der offenen Tür der Feuerwehr Wilhelmsdorf!

Kirchweih Wilhelmdorf 2018

Kirchweihauftakt in Wilhelmsdorf

Bürgermeister Probst und Gemeinde baten „zu Tisch“

Wilhelmsdorf (pmw).

Ehrenamtlich Tätige und Repräsentanten des Öffentlichen Lebens werden in Wilhelmsdorf traditionell zu Beginn der Kirchweih zu einem „kulinarischen Dämmerschoppen“ eingeladen. Erster Bürgermeister Rüdiger Probst ging im Rahmen seiner Begrüßung auch auf überregionale Themen ein: „Die Demokratie ist ein fragiles Gebilde, anfällig für Extremisten von rechts und links“. Mit Blick auf die Landtags- und Bezirkstagswahl am 14. Oktober rief er dazu auf, „besonders in bewegten Zeiten wie diesen auf politische Verlässlichkeit zu setzen, keine Experimente einzugehen oder gar Stimmen nur aus Protest zu vergeben“.
Viel lieber wäre Probst wie in den letzten Jahren auch ganz normaler Gast des Dämmerschoppens gewesen. Der plötzliche Tod von Bürgermeister Werner Friedrich kurz nach der letztjährigen Kirchweih habe aber zu Neuwahlen gezwungen. Und so oblag es ihm heuer, die Begrüßung der zahlreichen Gäste vorzunehmen. Sein besonderer Gruß galt Pfarrer Alexander Seidel, „denn die Kirchweih hat ja, wenn auch für manche nur am Rande, etwas mit der Kirche zu tun“. Deshalb sei „die Weihe unserer Kirche auch der originäre Ausgangspunkt der Festlichkeiten und unseres heutigen Treffens“.
Probst: „Das Ehrenamt stärken“
Neben dem früheren Landtagsabgeordneten Friedrich Loscher-Frühwald waren dann auch zahlreiche örtliche Unternehmer der Einladung ebenso gefolgt, wie Bürgermeisterkollegen der „Kommunalen Allianz AurachZenn“ und Führungskräfte der Feuerwehren der Gemeinde. „Das ehrenamtliche Engagement insgesamt und auch im Sicherheitsbereich stärken“, gehöre zu seinen Zielen im Rahmen der Gemeindearbeit. Ohne dem Einsatz vieler Freiwilliger würde das Rettungswesen nicht funktionieren. Probst: „Unser Anliegen ist, die Feuerwehren immer gut ausgebildet und ausgerüstet zu sehen“, wobei der Bürgermeister auf die beiden Großfeuer in der Gemeinde verwies, welche sich in den letzten Monaten ereignet hatten.
Dass der Gemeinde Bildung und Ausbildung am Herzen lägen, belegten die rund 300.000 Euro, welche die Gemeinde jährlich dafür ausgibt. „Aber Bildung ist Zukunft“ und so freute es ihn, hochrangige Vertreter der Schulen begrüßen zu können. Auch Repräsentanten der Kreditinstitute und aller im Ort organisierten Vereine waren anwesend. „Ihr alle tragt wesentlich zu einem lebens- und liebenswerten Wilhelmsdorf bei“.
Infrastruktur zum Wohnen und als Grundlage für Arbeitsplätze
Von örtlichen Baustellen im Zusammenhang mit neuen Wasser- und schnellen Internetleitungen konnte Probst ebenso berichten, wie von weiteren Maßnahmen zum Ausbau der Infrastruktur, „alles wichtig zum Erhalt bestehender und der Ermöglichung neuer Arbeitsplätze“. Verbesserte Busverbindungen nach Herzogenaurach gehörten ebenso dazu, wie der Breitbandausbau, welcher nur dank großzügiger Förderung des Bundes und des Freistaates Bayern möglich sei.
Zudem gehe es darum, den Menschen ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen zu können. Für Probst müsse „unsere günstige Lage in der Nähe zu den großen Zentren und wichtigen Arbeitgebern innovativ zur Fortentwicklung genutzt werden“. Das solle aber „mit Maß und Ziel“ und vorrangig für Einheimische erfolgen. Nicht vergessen werde aber auch das Bemühen um Einrichtungen für ältere Menschen einerseits und um ausreichende Betreuungsplätze für Kinder andererseits.
Verbunden mit dem Wunsch nach einer fröhlichen und friedlichen Kerwa dankte Probst den Musikanten und Schaustellern, den Ortsburschen und Ortsmadli sowie der Gastronomie für das umfangreiche Kerwaprogramm und das ansprechende kulinarische Angebot. Rüdiger Probst: „Der Gemeinderat wünscht sich, dass die Auswärtigen Wilhelmsdorf und die Einheimischen die Kirchweih in bester Erinnerung behalten“.

Foto: Erster Bürgermeister Rüdiger Probst bei seiner Kirchweih-Ansprache
Foto v.l.: MdL a.D. Friedrich Loscher-Frühwald, Bürgermeister Rüdiger Probst und Pfarrer Alexander Seidel