Vortrag „Recht am eigenen Bild“

Vortrag „Das Recht am eigenen Bild“

Die Gemeinde Wilhelmsdorf und die Feuerwehr Wilhelmsdorf laden alle Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie alle Interessierten am 21. November 2017 um 19:30 Uhr zu einem Vortrag der Hanns-Seidel Stiftung ein.

Thema: „DAS RECHT AM EIGENEN BILD “ 

Der Referent: Matthias J. Lange (Journalist und Social-Media-Experte) wird hier auf folgende Themen eingehen:

  • Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen
  • Urheberrecht
  • Katastrophen- und Unfalltouristen
  • fotografierende Gaffer

Die Veranstaltung findet im Gasthaus Brennereistuben in Wilhelmsdorf statt.

Bericht aus dem Gemeinderat November 2017

Die Bauleitplanverfahren nehmen langsam Gestalt an.

Der Entwurf zur fünften Änderung des Flächennutzungsplanes mit Landschaftsplan fand anlässlich der November-Sitzung breite Zustimmung im Gemeinderat. Gemeinsam mit dem Entwurf des Bebauungsplanes „Brunner Wegfeld – Blumenstraße Bauabschnitt I“ wird dieser mit Begründung und Umweltbericht demnächst für vier Wochen im Rathaus öffentlich ausgelegt und damit für jeden einsehbar sein. Zudem werden die Behörden und Träger öffentlicher Belange wieder zu Stellungnahmen aufgefordert.

Schon im Vorfeld waren ausführlich Bedenken von Bürgern und Behörden behandelt worden; vieles davon wurde aufgenommen und soweit möglich in die aktualisierten Pläne eingearbeitet. So wird es eine zusätzliche Zufahrt zum geplanten neuen Baugebiet geben, um die Anlieger von Blumen- und Rosenstraße zu entlasten.
Zur Kenntnis nahmen die Mitglieder des Gemeinderates auch die von Ortsplaner Thomas Rosemann vorgestellten Ergebnisse zur Erstellung eines so genannten „Ökokontos“. Damit sollen Eingriffe in Natur und Landschaft, die im Zuge von Baugebieten entstehen, durch Schaffung von Ausgleichs- und Artenschutzflächen ausgeglichen werden. Die Unterlagen zum Ökokonto liegen als Fachgutachten ebenfalls in Kürze im Rathaus zur Einsicht bereit.

In seinem Bericht zeigte sich amtierender Bürgermeister Peter Müller erfreut über die erneute Steigerung des Kommunalen Finanzausgleichs, aktuell um mehr als sechs Prozent: „In keinem anderen Bundesland wird so viel für die Kommunen getan wie in Bayern“.

Auf einige Termine in den nächsten Wochen wurde jeweils mit der Bitte um rege Teilnahme hingewiesen:
• Volkstrauertag am Sonntag, 19. November
• Seminar der Hanns-Seidel-Stiftung zum Thema „Das Recht am eigenen Bild“ am Dienstag, 21. November
• Weihnachtsmarkt am Samstag, 9. Dezember

 

 

Bericht aus dem Gemeinderat – September 2017

Außerordentliche Bürgermeisterwahl: Nach dem Tod von Erstem Bürgermeister Werner Friedrich sind Neuwahlen erforderlich. Der Gemeinderat hat den Termin auf den Sonntag, 14. Januar 2018, festgelegt. Eventuelle Stichwahlen wären dann zwei Wochen später. Außerdem wurde beschlossen, dass die künftige Bürgermeisterin / der künftige Bürgermeister berufsmäßig tätig sein soll.

Ab sofort können Kandidatinnen und Kandidaten in den Parteien und Gruppierungen nominiert werden, die Einreichung der Wahlunterlagen ist aber erst nach öffentlicher Bekanntmachung etwa Mitte Oktober möglich. Fristende zur Einreichung wird dann der 23. November 2017, 18 Uhr, sein.

Zur Wahlleiterin wurde Elisabeth Fuchs bestellt, Ulrich Geisendörfer zum Stellvertreter.

Der Gemeinderat hat in der September-Sitzung auch einem Bauantrag für die Erweiterung einer Lagerhalle mit umseitiger Überdachung zugestimmt. Außerdem wurde der im Juli beschlossene Nachtragshaushalt wieder zurückgenommen, weil inzwischen abzusehen ist, dass die darin vorgesehen Mittel in diesem Jahr nicht mehr benötigt werden und demzufolge im Haushalt 2018 einzustellen sind.

Ein wichtiges Thema war die Situation bei den Schulbussen. Gemeinderätin Andrea Rabert berichtete von Gedränge, Überfüllung und dem hohen Alter mancher Schulbusse. Um die problematische Lage zu entschärfen bittet der Gemeinderat den Landkreis um Prüfung einer Reihe von Maßnahmen bis hin zur eventuellen Einrichtung einer weiteren Haltestelle in der Erlanger Straße am Abzweig zur Flurstraße. Zur Erhöhung der Sicherheit der Schulkinder werden Verbesserungen für dringend erforderlich gehalten.

Kirchlicher Segen für neues Feuerwehrfahrzeug in Wilhelmsdorf

Kirchlicher Segen für neues Feuerwehrfahrzeug in Wilhelmsdorf

Christian Schmidt: Ehrenamt ist unverzichtbar

Lob für Rüdiger Probst und Klaus Schönleben: „Tolle Truppe“

 

Wilhelmsdorf (pmw). Dass das neue Feuerwehrfahrzeug möglichst wenige Notfall-Einsätze mitmachen muss und die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr stets auch wieder wohlbehalten zurückkommen mögen, das stand im Mittelpunkt aller Reden und Grußworte bei der offiziellen Inbetriebnahme des HLF 20. ‚Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug‘ heißt das „Multitalent“ mit breitem Einsatzspektrum und Allradantrieb, voll mit modernster Technik zum Löschen und Helfen.

Mit einem kleinen Fest hat die Freiwillige Feuerwehr Wilhelmsdorf das neue Fahrzeug der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu Beginn stand ein Gedenken an den kürzlich verstorbenen Ersten Bürgermeister Werner Friedrich, der, wovon die Verantwortlichen von Feuerwehr und Gemeinde überzeugt waren, unter keinen Umständen gewollt hätte, dass diese Veranstaltung wegen ihm abgesagt wird. Amtierender Bürgermeister Peter Müller: „Die Feuerwehren waren ihm sehr wichtig, stets hat er sich für die Anliegen unserer Wehren eingesetzt und auch in dieser Hinsicht sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet“.

Als Schirmherr lobte auch der heimische Abgeordnete im Deutschen Bundestag und Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, den Einsatz der ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Es sei wichtig, dass diejenigen, die ihr Leben zur Rettung anderer riskieren, bestens geschützt und der Nachwuchs motiviert sind. Für den Haupt-Zuschussgeber, den Freistaat Bayern, ergriff der Stimmkreisabgeordneten im Bayerischen Landtag, Hans Herold, das Wort. Als Stellvertreter des Landrats hob Bernd Schnizlein die Bedeutung des Ehrenamtes auch in diesem Bereich hervor.

Kommandant Rüdiger Probst und der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Klaus Schönleben, gingen auf die vielfältigen Herausforderungen ein, die es bei der Festlegung von Fahrzeugvariante und Ausrüstung sowie die Anschaffung als solche mit Erstellung eines Leistungsverzeichnisses zu bewältigen galt, bis hin zur notwendigen europaweiten Ausschreibung. Diese habe wegen der Komplexität der Anforderungen nur mit einem spezialisierten Fachmann erfolgen können, was Bundesminister Christian  Schmidt zum  Anlass nahm, die „an manchen Stellen überzogene Bürokratie“ aufs Korn zu nehmen.

Umrahmt vom Posaunenchor unter Leitung von Werner Stumptner spendete Pfarrer Alexander Seidel den kirchlichen Segen für das Fahrzeug. Mit dabei waren zahlreiche Verantwortliche der Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis und von der Patenwehr aus Wilhelmsdorf am Bodensee, die nicht nur mit Geschenken überraschten, sondern auch generationenübergreifend ihren ältesten und jüngsten Feuerwehrmann dabei hatten. Und neben David Schneider als Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Hagenbüchach-Wilhelmsdorf und Sandra Winkelspecht, amtierende Bürgermeisterin der Nachbargemeinde Emskirchen, waren auch Repräsentanten von Mercedes und Magirus gekommen, die das Chassis lieferten und den Aufbau bewerkstelligten.

Dass die Anschaffung mit einem Volumen von rund 400.000 Euro nicht einfach zu stemmen aber notwendig war, betonte Wilhelmsdorfs Zweiter Bürgermeister Peter Müller: „Die Unversehrtheit unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger ist mit keinem Geldbetrag aufzuwiegen, die Sicherheit und der Schutz unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger wie auch unserer Feuerwehrleute muss uns das wert sein!“. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang der Bayerischen Staatsregierung und dem Landkreis als Zuschussgeber, die mit 125.000 und 47.000 € bei der Finanzierung halfen.

Die Feuerwehren gehörten wie Wasser, Energie, Straßen, Kanäle und Datenautobahnen zur Grundversorgung jeder Gemeinde und es brauche den bestmöglichen Schutz der Menschen zur Abwehr von Gefahren und zur Rettung in Notfällen. Müller: „Es geht um Retten, Löschen, Bergen und Schützen, aber es geht auch um das Ehrenamt und eine lebendige Vereinsstruktur“. Und mit Blick auf die zahlreich gekommenen Feuerwehrleute: „Ihr seid eine tolle Truppe!“

Für 40 Jahre Feuerwehrdienst wurde schließlich Günther Belatschek geehrt. Neben Geschenken und einem Gutschein für einen Erholungsaufenthalt überreichte Bernd Schnizlein in Vertretung von Landrat Helmut Weiß eine Dankurkunde, unterschrieben vom Bayerischen Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann. Danach wurde noch ausgiebig gefeiert, umrahmt von Live-Musik mit „Firestone & Balu“.

 

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Fotoauswahl:

  • Patenwehr generationenübergreifend: v.l. Kommandant Wolfgang Diesing, Christoph Marek (17) und Frieder Mader (83). (Foto pmw)
  • Schirmherr Bundesminister Christian Schmidt. (Foto pmw)
  • Das neue Fahrzeug ist voll mit modernster Technik. (Foto pmw)
  • Bei der Abholung in Ulm, noch mit dem inzwischen verstorbenen Bürgermeister Werner Friedrich. (Foto pmw)
  • Ehrung v.l.: Stellvertretender Landrat Bernd Schnitzlein, der Geehrte Günther Belatschek, MdL Hans Herold, Kommandant Rüdiger Probst, amtierender Bürgermeister Peter Müller und Hartmut Tanzberger von der Feuerwehraufsicht im Landkreis (Foto: Patrick Winkelhöfer)