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Wunsch auf Querungshilfe über die Staatsstraße – Angeordneter Hans Herold unterstützt das Vorhaben

Wilhelmsdorf wünscht Querungshilfe über die Staatsstraße – Abgeordneter Herold unterstützt das Vorhaben

 

Wilhelmsdorf/Stadelhof. Nachdem zu erwarten sei, dass die seit 10. Dezember von allen begrüßte deutlich verbesserte Bustaktung im Aurachgrund auf gute Resonanz stößt, wird nach Ansicht der Gemeinde Wilhelmsdorf konsequenter Weise im Bereich des Stadelhofes an der Staatsstraße 2244 in Verbindung mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung eine Querungshilfe notwendig. „Wir wollen nicht abwarten, bis etwas Schlimmes passiert“, so Erster Bürgermeister Rüdiger Probst bei einem Ortstermin mit Behördenvertretern. Landtagsabgeordneter Hans Herold (CSU), der den Termin koordinierte, sagte seine Unterstützung zu.

 

Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass aufgrund des deutlich verbesserten Angebotes vermutlich viele auf den Bus umsteigen werden, der besonders für Pendler zwischen Emskirchen und Herzogenaurach eine echte Alternative zum Auto böte. Dies diene nicht nur der Umwelt und schone Ressourcen, es entlaste auch die Staatsstraße.

Um besonders für ältere Menschen und Kinder die Überquerung der Fahrbahn „ein Stück weit sicherer zu machen“, forderte Bürgermeister Probst beim Ortstermin die Installation einer Verkehrsinsel. Einig waren sich die Behördenvertreter vom Staatlichen Bauamt, Landratsamt und Polizei darin, dass sich nach einer gewissen Übergangszeit die Fußgängerfrequenz über die Staatsstraße wohl deutlich erhöhen werde und die Querungshilfe technisch machbar ist.

Es wurde aber auch die Auffassung vertreten, dass angesichts des Fahrverhaltens mancher Zeitgenossen das alles „überhaupt nichts bringen“ könnte. Hans Herold hielt aber die Insel in Kombination mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h für eine gute und sinnvolle Lösung, sowohl Staatliches Bauamt wie auch Landratsamt und Bürgermeister Rüdiger Probst waren sich darin einig.

Im Gegenzug sicherte die Gemeinde zu, die vorhandenen Bordsteine barrierefrei abzusenken, sich um verbesserte Sicht an der Ausfahrt von der Martin-Luther-Straße nach rechts auf die Staatsstraße zu bemühen und für ausreichende Beleuchtung der Querung zu sorgen.

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Das Foto zeigt von links: Bürgermeister Rüdiger Probst, Werner Hergenhan und Frank Biedermann vom Staatlichen Bauamt Ansbach, Landtagsabgeordneten Hans Herold, Reinhold Zwanziger von der Polizei Neustadt, Rolf Weichselbaum vom Landratsamt und Heinrich Schmidt, Leiter des Staatlichen Bauamtes.

 

Aurachgrund: Umsteigen auf den Bus ist angesagt Öffentlicher Personennahverkehr wird deutlich attraktiver

Aurachgrund: Umsteigen auf den Bus ist angesagt
Öffentlicher Personennahverkehr wird deutlich attraktiver

Emskirchen/Wilhelmsdorf/Herzogenaurach. Eine ab 10. Dezember deutlich verbesserte Bustaktung war Anlass zu einer „Probefahrt“ mit prominenter Besetzung. Die Landräte Helmut Weiß (Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim) und Alexander Tritthart (Erlangen-Höchstadt) sprachen nach der Fahrt von Emskirchen zum Busbahnhof in Herzogenaurach am Infobus des Verkehrsbundes Großraum Nürnberg (VGN) von „landkreisübergreifenden gravierenden Verbesserungen“.

In der Tat erhöhen sich die jährlichen Kilometer im „Linienbündel“ der Region von bislang 550.000 auf 970.000, allein zwischen Emskirchen und Herzogenaurach wird es künftig täglich zehn Fahrtenpaare geben, angepasst an die Fahrzeiten der Züge bzw. in Nürnberg an die Haltestellen der Straßenbahnen.

Im Aurachgrund startet somit ein neues Fahrplankonzept, welches besonders Pendlern zwischen Emskirchen und Herzogenaurach bzw. von dort nach Nürnberg eine Alternative zum Auto bietet. „Das ist ein guter Einstieg in deutliche Verbesserungen an dieser Stecke und wir hoffen, dass die neue Taktung auch angenommen wird“, so übereinstimmend die Bürgermeister Kempe, Schneider und Probst.

Dass die Verkehrsverbindungen deutlich verbessert werden müssen zeige allein die Tatsache, dass in  Herzogenaurach in den letzten Jahren jährlich 1.000 neue Arbeitsplätze entstanden sind und „die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht alle in der Stadt einen Bauplatz bekommen können“, so Bürgermeister Dr. German Hacker. „Das Thema Wohnen ist bei uns in der Stadt alleine nicht lösbar, wir brauchen die Zusammenarbeit mit angrenzenden Gemeinden beider Landkreise“. Ihm schwebe vor, ähnlich den Plänen in manchen Großstädten, mit Sondertarifen mehr Menschen zum ÖPNV zu bringen, „und zwar im Verbund mit dem Land“. Im Vorgriff auf die geplante Stadt-Umland-Bahn habe die Stadt eigene Linien initiiert.

Alle Repräsentanten der beteiligten Gemeinden waren von den Plänen sehr angetan. Mit dabei waren neben den Bürgermeistern von Emskirchen, Hagenbüchach und Wilhelmsdorf, Harald Kempe, David Schneider und Rüdiger Probst, auch die im Landratsamt Neustadt für den Öffentlichen Personennahverkehr Zuständigen Ralf Keller und Armin  Reuter. Aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt war neben Dr. Hacker auch Klaus Schumann, Bürgermeister von Aurachtal, vertreten.

Von „einem Beitrag zum Schutz natürlicher Ressourcen durch reduziertem Individualverkehr“ sprach Bürgermeister Probst aus Wilhelmsdorf. Lob erhielten die Marktgemeinde Emskirchen und ihr Bürgermeister Harald Kempe für ihren Mut, den Bahnhof zu kaufen, in Eigenregie zu gestalten und zu einem Knotenpunkt werden zu lassen.

„Ein großes Danke“ sei dem Busunternehmer geschuldet, der „auf eigenes Risiko viel in neue Busse investierte“, so die kommunalen Mandatsträger. 28 neue Fahrzeuge habe er in Betrieb gestellt, berichtete Firmenchef Werner Vogel. Es werden neue moderne Niederflurbusse eingesetzt, barrierefrei und mit kostenlosem WLAN ausgestattet.

Infos zu den neuen Linien gibt es beim VGN unter Telefon 0911 27075-99 bzw. im Internet: www.vgn.de

Foto von links: Die Landräte Alexander Tritthart und Helmut Weiß sowie die Bürgermeister Dr. German Hacker, Harald Kempe, Rüdiger Probst und David Schneider.

pmw