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Wilhelmsdorf: Kirchweihauftakt mit Format

Wilhelmsdorf: Kirchweihauftakt mit Format
Vor 333 Jahren wurde Wilhelmsdorf durch Hugenotten, also Glaubensflüchtlinge, die aus der Gegend von Grenoble kamen, gegründet. Dieses „schnapsrunde“ Jubiläum war beim offiziellen Dämmerschoppen der Gemeinde für Bürgermeister Rüdiger Probst Anlass zu einem kleinen historischen Rückblick.
Rückblick und Historisches
Demnach gilt 1686 als Gründungsjahr der Gemeinde durch die Bonnet’sche Truppe, 122 aus Frankreich geflohenen Hugenotten. Zur 300-Jahr-Feier im Jahr 1986, dem größten Fest der Ortsgeschichte, wurden annähernd 9.000 Besucher bei den vielfältigen Veranstaltungen gezählt. „Ein Dorffest wie im Bilderbuch“, so die Heimatzeitung damals. Das Jahresprogramm vereinte die Gesichtspunkte des ernsten Gedenkens mit dem frohen Feiern.
Grüße und Dank
Probst konnte beim Dämmerschoppen wieder eine ganze Reihe von Gästen begrüßen, neben Landrat Helmut Weiß und dem Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Hagenbüchach-Wilhelmsdorf, David Schneider, eine ganze Reihe weiterer Bürgermeisterkolleginnen und –Kollegen aus der Kommunalen Allianz. Er dankte bei dieser Gelegenheit für die gute Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden, Behörden und Ämtern, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den vielen ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen und Verbänden, die für das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde unentbehrlich sind. In seinen Dank schloss Probst die örtlichen und überörtlichen Hilfs- und Rettungsdienste mit ein, v.a. die örtlichen Feuerwehren.
Bericht und Fahrplan
In seinem Kurzbericht zur aktuellen Lage der Gemeinde ging Probst auf die nahezu fertig gestellte Bergstraße ein. Weitere „Baustellen“ im wörtlichen wie übertragenden Sinn seien in Arbeit: „Neue Wasser- und schnelle Internetleitungen müssen nun mal sein, wenn die Gemeinde weiterhin gut versorgt sein soll. Aber auch bei unseren Kläranlagen haben wir Handlungsbedarf, die Verlängerung der Wasserrechte in Ebersbach und bald auch Oberalbach stehen an“. Handlungsbedarf sah der Bürgermeister auch bei der Kläranlage in Wilhelmsdorf.
Weitere Themen sind demnach der Erhalt und die Schaffung von Voraussetzungen für neue Arbeitsplätze sowie für ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum. Auf seinem Fahrplan steht zudem die Vorsorge für ältere Menschen wie auch die Kinderbetreuung, wo derzeit mit einem Anbau an den Kindergarten eine zusätzliche Kita-Gruppe geschaffen werden soll.
Durch gemeinschaftlichen Einsatz habe eine deutlich verbesserte Busverbindung nach Herzogenaurach geschaffen werden können und im Bereich der Staatsstraße werde am Stadelhof eine Querungshilfe errichtet. Durchgesetzt habe sich die Gemeinde beim bereits umgesetzten dortigen Tempolimit, welches deutlich Wirkung zeige. Auch der Breitbandausbau gehe dank Förderung des Bundes und des Freistaates Bayern weiter.
Probst rief dazu auf, sich aktiv an der bevorstehenden Kommunalwahl am 15. März 2020 zu beteiligen. „Was zählt ist das Mitmachen“, so das Gemeindeoberhaupt.
Lebenswert und zukunftsfest
„Dank vorausschauender Politik der in den letzten Jahrzehnten amtierenden Bürgermeister und Gemeinderäte ist in Wilhelmsdorf viel geschehen“, so Landrat Helmut Weiß in seinem Grußwort. Die Gemeinde sei für die Zukunft gut gerüstet. Besonders lobte der Landrat das vielfältige ehrenamtliche Engagement, welches sich auch in Wilhelmsdorf zeige: „Ohne Euch wäre unsere fränkische Heimat nicht so lebens- und liebenswert, wie sie nun mal ist und von vielen Besuchern auch bewertet wird“.
Kirche und Kirchweih
Wie Probst wies auch Pfarrer Alexander Seidel darauf hin, dass die Weihe der heutigen Hugenottenkirche vor 265 Jahren der originäre Ausgangspunkt der Festlichkeiten ist. Am 18. August 1754 war die Kirche in ihrer derzeitigen Form eingeweiht worden, das Datum ist auch der Fixpunkt für die Kirchweih und der Festgottesdienst war heuer exakt am 18. August. Pfarrer Seidel ging auf die Geschichte der kirchlichen Entwicklung ein, das erste Gebäude war „nur ein kleines Kirchlein“. Wilhelmsdorf hat sich dann um die Kirche herum auch als Glaubensgemeinschaft entwickelt.
„Seid ihr noch zu retten?“, war das Motto des Festgottesdienstes am Sonntag, wo es u.a. auch darum ging, ob es der Barmherzige Samariter, der früher noch helfen konnte, es heute noch durch die oft nicht vorhandene Rettungsgasse schafft. Der Gottesdienst wurde von den Ortsburschen und -madli mitgestaltet, die anhand eines kleines Spiels erlebbar machten, was passiert, wenn alle nur noch gaffen und fotografieren statt selbst zum Barmherzigen Samariter zu werden und zusätzlich die Helfer noch behindern und beschimpfen.
So stand das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter im Mittelpunkt der viel beachteten Kirchweihpredigt von Pfarrer Seidel. Auch als die Hugenotten vor 333 Jahren am Stadelhof standen, hätten vermutlich manche gedacht, sie seien angesichts der trostlosen Lage nicht zu retten. Aber der Aufbau habe im Mittelpunkt gestanden, nicht der Untergang. Und wenn sich in diesem Sinne mehr das „Hohelied der Liebe“ von Apostel Paulus, „Glaube, Liebe, Hoffnung“, zu Herzen nähmen, würden sich viele Wege zur Rettung und zu einem sinnerfüllten Leben aufzeigen. Mit von der Partie: Der Posaunenchor von Wilhelmsdorf unter Leitung von Werner Stumptner.

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Unsere Fotos zeigen v.l.:
• Bürgermeister Rüdiger Probst, Pfarrer Alexander Seidel und Landrat Helmut Weiß.
• Die Ortsburschen überreichen Bürgermeister Probst als Geschenk „für seine stete Unterstützung“ ein gemaltes Gemeindewappen.
• Anschaulich zeigen die Ortsburschen-und –madli, wie es ist, wenn Rettungskräfte wegen Gaffern nicht zu Hilfesuchenden durchkommen.
• Auch nach dem Gottesdienst spielte der Posaunenchor noch auf, wobei das „Lied der Franken“ nicht fehlen durfte.

©pmw im August 2019

Ehrungen für kommunale Mandatsträger in Wilhelmsdorf

Seit vielen Jahren gab es keine Ehrungen mehr für kommunale Mandatsträger in Wilhelmsdorf. Deshalb gab es jetzt Nachholbedarf. Aus den Händen des Bayerischen Innenministers Joachim Hermann und im Beisein der amtierenden Bürgermeister sowie des heimischen Stimmkreisabgeordneten im Bayerischen Landtag, Hans Herold, erhielten eine ganze Reihe Wilhelmsdorfer und ein Diespecker Kollege am 26. Juli 2019 im neuen Landratsamt von Erlangen-Höchstadt entsprechende Auszeichnungen.
Zweitem Bürgermeister Peter Müller händigte Herrmann die Kommunale Verdienstmedaille in Silber aus und würdigte damit dessen mehr als 40-jähriges Wirken im Gemeinderat in unterschiedlichsten Funktionen.
Im Laufe von mindestens drei Wahlperioden, also 18 Jahren, haben sich auch andere Mitglieder des Gemeinderates um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht. Kommunale Dankurkunden erhielten Klara Schneider, Norbert Kühnl, Roland Blaufelder und Werner Hubl.
„Sie alle haben mit großer Verantwortungsbereitschaft die kommunale Selbstverwaltung mit Leben erfüllt und wertvolle demokratische Basisarbeit geleistet“, lobte Herrmann die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker. „Wenn wir uns die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung in unserem Land vergegenwärtigen, ist es umso wichtiger, dass sich jede und jeder Einzelne von uns für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung engagiert. Hier kommt der Kommunalpolitik eine herausragende Bedeutung zu, denn Demokratie hat ihre Wurzeln vor Ort“, so der Kommunal- und Verfassungsminister. Nirgendwo sonst seien die konkreten Auswirkungen von positiven wie negativen Entscheidungen so unmittelbar zu spüren wie auf kommunaler Ebene. Herrmann betonte: „Um das grundgesetzlich garantierte und auch in der Bayerischen Verfassung verankerte Selbstverwaltungsrecht mit Leben zu füllen, brauchen wir Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Kommunalpolitik engagieren und das öffentliche Leben aktiv mitgestalten. Davon lebt Demokratie!“.


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Das Foto zeigt von links: Horst Schrödl (Diespeck), Norbert Kühnl, Roland Blaufelder, Landtagsabgeordneten Hans Herold, Peter Müller, Innenminister Joachim Herrmann, Bürgermeister Rüdiger Probst, Klara Schneider, Werner Hubl und Bürgermeister Dr. Christian von Dobschütz (Diespeck).

Aus dem Gemeinderat Juni 2019

Gemeinderatssitzung Juni 2019

Bauangelegenheiten
Nach erneuten Änderungen beim Bebauungsplan Brunner Wegfeld – Blumenstraße BA I hat sich der Gemeinderat im Anschluss an die erneute Beteiligung der Öffentlichkeit mit den eingegangenen Stellungnahmen ausführlich befasst.Die vom Planungsbüro erarbeiteten Vorschläge und Hinweise hierzu wurden gebilligt. Der Gemeinderat stimmte dem Bebauungsplan in der aktualisierten Fassung zu.

Mit einer Befreiung hinsichtlich leicht überschrittener Größe stimmte der Gemeinderat auch einem Plan zum Neubau eines Wohnhauses mit Lager in Anbindung an einen bestehenden Betrieb im Gewerbegebiet zu.
Zustimmung gab es auch zum Antrag eines Landwirtes, einen weiteren Stall für 300 Großvieheinheiten zu errichten, nachdem die Abstandsflächen zum geplanten Neubaugebiet eingehalten werden.
Keine Zustimmung erfuhr hingegen die Bauvoranfrage auf Neubau eines Wohngebäudes und eines Unternehmensgebäudes im Anschluss an bestehende Bebauung, aber im Außenbereich. Um Baurecht zu ermöglichen, wäre der Erlass einer Einbeziehungssatzung notwendig gewesen. Ausführlich wurden Für und Wider erörtert. Dass der Gemeindeberat es sich nicht leicht gemacht hat, zeigt die knappe Entscheidung für die Ablehnung.

Verlängerung Wasserrecht für die Kläranlage Ebersbach
Da die wasserrechtliche Erlaubnis für die Kläranlage zum 31. Dezember endet hat der Gemeinderat beschlossen, die Verlängerung um 20 Jahre zu beantragen. Ein Ingenieurbüro wurde damit beauftragt, die notwendigen Schritte einzuleiten. Nach Abwägung alternativer Möglichkeiten war die Gesamt-Ökobilanz dafür ausschlaggebend, das Abwasser künftig nicht zur Wilhelmsdorfer Kläranlage zu pumpen. Auch entstehen mit dem Weiterbetrieb deutlich weniger Kosten, allenfalls müsste die Anlage um 15 Quadratmeter erweitert werden.
pmw

Kirchweih Oberalbach

Kirchweih Oberalbach vom 12. – 14. Juli 2019

Freitag, 12.07.2019 ab 19.00 Uhr
Traditionelles Dorfsingen mit gemütlichem Beisammensein

Samstag, 13.07.2019 ab 19.00 Uhr
Festbetrieb

Sonntag, 14.07.2019
ab 10.00 Uhr Frühschoppen
ab 11.30 Uhr Mittagstisch
ab 15.00 Uhr Kaffee und Kuchen

Für Ihr leibliches Wohl ist bestens gesorgt!
Auf Ihr Kommen freuen sich die Ortsburschen Oberalbach – Hohholz