Mitteilungsblatt für Hagenbüchach und Wilhelmsdorf mit den amtlichen Nachrichten der beiden Gemeinden

Marktbode des Marktes Emskirchen mit den amtlichen Nachrichten

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Kategorie-Archiv: Feuerwehr

Aus dem Gemeinderat 12. Februar 2016

Aus der Sitzung des Gemeinderates vom Februar 2016

Verbesserungen beim Nahverkehr gewünscht. Von Emskirchen über Wilhelmsdorf in Richtung Herzogenaurach und Erlangen ist die Busverbindung derzeit suboptimal, die vertaktete Buslinie endet in Neudorf bei Münchaurach, also nur wenige Kilometer von Wilhelmsdorf entfernt. In Wilhelmsdorf selbst gibt es nur sehr begrenzte Zusteigemöglichkeiten.
Deshalb fordert die Gemeinde schon seit längerem den Ausbau der Busverbindung in den von Gemeindebürgern häufig frequentierten Wirtschaftsraum Herzogenaurach-Erlangen-Höchstadt, nicht zuletzt auch zur Entlastung der Staatsstraße und Verringerung der Emissionen. Nachdem das Thema aktuell im Kreistag behandelt werden soll, will Bürgermeister Werner Friedrich dieses für die Gemeinde bedeutende Anliegen wiederholt vortragen.

„Sicherheit gewährleisten“. Einstimmig hat der Gemeinderat jetzt auch die Grundlagen für die Ausschreibung zum Kauf eines neuen Feuerwehrautos beschlossen, welche von Gemeinderat Rüdiger Probst, der auch Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr ist, detailliert vorgetragen wurden. Um die notwendigen Informationen zu beschaffen fanden bereits etliche Termine vor Ort und bei den Herstellern der Fahrzeuge statt.
Die Ausschreibung wird europaweit erfolgen und in zwei Lose aufgeteilt: Fahrgestell sowie Aufbau mit Ausstattung. Das Fahrzeug soll allrad-betrieben sein und den neuesten
technischen Standards entsprechen.
Bürgermeister Friedrich: „Wir stehen zu unserer Feuerwehr, sind stolz auf diese tolle Truppe und freuen uns besonders über die aktive Jugendarbeit mit bestem Zuspruch“.
Ihm und dem gesamten Gemeinderat geht es mit der Neuanschaffung eines so genannten „HLF 20“ um die Gewährleistung schneller Hilfe für die Bürgerinnen und Bürger mit modernsten Geräten, aber auch um die Sicherheit der Feuerwehrleute. In diesem Zusammenhang lobte der Bürgermeister ausdrücklich die umfassende staatliche Förderung wie auch die Bezuschussung seitens des Landkreises. „Das ist nicht selbstverständlich, anderswo gibt es das in diesem Umfang nicht“.

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Neue Wasserleitungen im Kernort. Voraussichtlich Mitte März wird mit der angekündigten Sanierung der 60 Jahre alten Wasserleitungen im Kernort begonnen. Bürgermeister Werner Friedrich und Architekt Hans Eichler berichteten dem Gemeinderat vom Stand der Vorbereitungen und dem Ergebnis der Ausschreibung für das rund 500.000 Euro-Projekt. Den Auftrag bekam die Firma Potsch aus Burgbernheim. Die Finanzierung erfolgt zur Risikominimierung über einen vertraglich vereinbarten Zinssatz mit einer Laufzeit von 30 Jahren, die Kosten werden langfristig und verursachergerecht über die Gebühren finanziert. Bürgermeister Werner Friedrich bittet um Verständnis für Behinderungen während der Baumaßnahmen, die abschnittsweise erfolgen sollen und aufgrund der beengten Verhältnisse nicht zu vermeiden sein werden.

PM

Aktuelles aus dem Gemeinderat

„Die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft unserer Wehren erfordert unverzügliche Maßnahmen“, so Bürgermeister Werner Friedrich bei der letzten Gemeinderatssitzung. Und so beschlossen die Gemeinderäte einstimmig, bei der leidigen Führerscheinfrage für Feuerwehrleute in Vorleistung zu treten und mit der Übernahme der Kosten für den Erwerb der Fahrerlaubnis für LKWs in die Bresche zu springen.

Hintergrund ist, dass nach neuen europaweit gültigen Regelungen viele vor allem jüngere Feuerwehrkräfte mit dem „normalen“ Führerschein die schweren Fahrzeuge nicht mehr fahren dürfen. „Nicht zumutbar“ sei es in diesem Zusammenhang, „jungen einsatzbereiten Menschen, die im Ehrenamt für andere tätig sind, auch noch die Kosten tragen zu lassen“.

Zwei als zuverlässig bekannte junge Feuerwehrmänner sind bereits in Ausbildung. Die Führerscheinkosten werden unter der Voraussetzung übernommen, dass mindestens zehn Jahre ununterbrochen Dienst bei der Feuerwehr geleistet wird; andernfalls müssen die Kosten zeitanteilig zurückerstattet werden.

Als „erfreulich niedrig“ bezeichnete Bürgermeister Werner Friedrich die Uranbelastung des Trinkwassers in Wilhelmsdorf. Mit 1,6 Mikrogramm pro Liter sei der Wert im untersten Bereich der im Verteilungsgebiet der FWF gemessenen Belastungen angesiedelt und weit entfernt vom allgemeinen Leitwert von 10 Mikrogramm. Der Gemeinde komme zugute, dass das Trinkwasser aus dem Quellgebiet des Lechs stamme, welches naturgemäß wenig belastet sei.

Der seitens der staatlichen Rechnungsprüfung immer wieder bemängelten Unterdeckung bei den Kosten für die Abwasserbeseitigung soll nach Beschluss des Gemeinderates jetzt Rechnung getragen werden. Eine Grundgebühr, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, wollen die Räte allerdings nicht einführen. Die Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch sei gerechter und so sollen Mehreinnahmen von etwa 20.000 Euro über den Kubikmeterpreis erzielt werden.

Nach vorläufigen Schätzungen wird dieser wohl von derzeit 1,95 auf etwa 2,25 Euro angehoben werden müssen. Gemeinderäte nannten dies eine „maßvolle Preisanpassung, wenn man berücksichtigt, dass über viele Jahre hinweg die Abwasserentsorgung ein Draufzahlgeschäft für die Gemeinde war“.

Den zunehmenden Verunreinigungen durch Hunde will die Gemeinde Wilhelmsdorf jetzt durch die Überarbeitung der Verordnung entgegentreten. Die Verwaltung wurde beauftragt, entsprechende Vorbereitungen zu treffen, ohne die Hundebesitzer über Gebühr zu belasten. „Die Mehrheit der Hundeliebhaber verhält sich korrekt, aber der Minderheit muss deutlich gemacht werden, dass ihr Fehlverhalten künftig geahndet wird“, so Bürgermeister Werner Friedrich. In Zukunft werden also wohl diejenigen mit Geldstrafen rechnen müssen, die die Hinterlassenschaften ihrer „Zamperl“ nicht ordnungsgemäß entsorgen.

Als „zu fachchinesisch und kompliziert“ wurde von Gemeinderäten der Fragebogen des Landratsamtes bezeichnet, mit welchem derzeit der Bedarf für schnelle Datenleitungen ermittelt wird. „Wir brauchen jetzt schnell die schnellen Leitungen“, so der Tenor im Rat, und es wisse doch inzwischen jeder, dass dies flächendeckend notwendig sei. Die Gemeinde ist zwar an das DSL-Netz angeschlossen, aber mit jedem neuen Anschluss und mit zunehmender Entfernung vom Knotenpunkt werde die Übertragungsgeschwindigkeit langsamer.

In Wilhelmsdorf wird aktuell die Integration in ein laufendes Projekt der Telekom geprüft, mit welchem noch bis Ende dieses Jahres ein Glasfaserkabel von Emskirchen nach Oberreichenbach verlegt werden soll. Nach Aussage des Bürgermeisters führe die Trasse am Gewerbegebiet vorbei, so dass die anteiligen Kosten der Gemeinde „überschaubar“ wären.

Der Bürgermeister berichtete auch über Fortschritte im Baugebiet Beethovenstraße. Der Straßenausbau stehe kurz vor der Vollendung und inzwischen seien fast alle Leitungen verlegt. Zusätzlich seien im gesamten Baugebiet flächendeckend Bodenuntersuchungen von einem anerkannten Geotechniklabor durchgeführt worden, welche die in Wilhelmsdorf üblichen sehr sicheren und stabilen Bodenwerte ergeben hätten.

„Ausgesprochen positiv“ sei das Ferienprogramm der Gemeinde angenommen worden, an welchem sich nahezu alle ortsansässigen Vereine, Institutionen und auch Betriebe beteiligten. Bürgermeister Friedrich dankte der Jugendbeauftragten Gisela Redlingshöfer und der Verwaltung für den „großartigen Einsatz bei oft schwierigen Koordinierungen“. Insgesamt hätten sich 158 Kinder und Jugendliche an den verschiedenen Aktionen beteiligt, „welche die Ferienwochen zu Hause abwechslungsreich gestalteten“.