Mitteilungsblatt für Hagenbüchach und Wilhelmsdorf mit den amtlichen Nachrichten der beiden Gemeinden

Marktbode des Marktes Emskirchen mit den amtlichen Nachrichten

Wochenblatt mit Vereinsnachrichten aus dem gesamten Bereich Emskirchen, Hagenbüchach und Wilhelmdorf


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Redaktionsschluss ist jeweils Freitag der Vorwoche um 16:00 Uhr.

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Kategorie-Archiv: Gemeinderat

Aus dem Gemeinderat März 2019

März-Sitzung des Gemeinderates

Die neuen Buslinien mit deutlich höherer Taktung erfordern an der Haltestelle am Stadelhof bauliche Maßnahmen, welche zum Teil auch von der Gemeinde auszuführen sind. Bürgermeister Rüdiger Probst berichtete dem Gemeinderat, dass sich inzwischen alle beteiligten Behörden darin einig sind, dass  das Installieren einer Querungshilfe über die Staatsstraße 2244 sinnvoll ist. Im Zuge dessen wird die sehnlichst erwartete und schon lange beantragte Geschwindigkeitsbeschränkung in diesem Bereich auf 70 Kilometer/Stunde angeordnet. Nachdem in den letzten Monaten seitens des Bauhofes bereits eine deutlichere Beschilderung am dortigen Radweg erfolgte, muss die Gemeinde jetzt noch für ausreichende Beleuchtung und teilweise Absenkung der Bordsteine sorgen, um das Ganze auch weitgehend barrierefrei gestalten zu können.

Angesichts erhöhter staatlicher Zuwendungen beim Ausbau der so genannten „Kernwege“ in der Flur hat sich die Gemeinde nun doch dazu entschlossen, im Rahmen der Kommunalen Allianz AurachZenn einen Antrag beim Amt für ländliche Entwicklung zu stellen. Es handelt sich um ein Teilstück des Weges vom Waldsportplatz zum Ortsteil Oberalbach. Der Anteil der Gemeinde an den Kosten läge bei etwa 16.000 Euro bei Gesamtkosten von gut 90.000 Euro. Im Rat bestand Einigkeit darin, dass nicht der komplette Weg ausgebaut werden soll, um keine Renn- bzw. „Promillestrecke“ entstehen zu lassen.

Bei den Bauangelegenheiten ging es in der Sitzung um den Neubau eines Einfamilienhauses, den Umbau einer bestehenden Doppelgarage und in einem weiteren Fall den Einbau einer Dachloggia. Bei der Errichtung einer nicht genehmigten Mauer im Gewerbegebiet wurde deren Rückbau mit anschließender Anböschung des bereits aufgefüllten Grundstückes beschlossen.

Bürgermeister Rüdiger Probst stellte den Vorentwurf zum Bebauungsplan Gartenstraße vor. Eine vorherige Abstimmung mit beteiligten Behörden erfolgte bereits, vor allem im Hinblick auf die wegen des Baches frei zu haltenden Flächen. Jetzt soll der Plan im Rahmen  der so genannten „frühzeitigen Beteiligung“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und mit den Beteiligten und Anwohnern gesprochen werden.

Nicht zuletzt aufgrund noch anstehender erheblicher Ausgaben zur Erneuerung von Kanälen hat der Gemeinderat beschlossen, Verluste auch aus vergangenen Jahren in den Abwasserpreis einfließen zu lassen. Dies sei angesichts der grundsätzlich vorgeschriebenen Kostendeckung nicht nur geboten, sondern auch gerecht. Um den Wasser- und Abwasserpreis nicht jährlich neu festsetzen zu müssen, wird im Rahmen eines 4-Jahres-Zyklus kalkuliert. Die konkrete Berechnung erfolgt in den nächsten Monaten; mit einer Erhöhung v.a. des Abwasserpreises ist allerdings zu rechnen, da die Mehrkosten nicht unerheblich waren.

 

pmw

 

 

Sitzung des Gemeinderates im Dezember 2018

Sitzung des Gemeinderates Wilhelmsdorf

Am Freitag, 14. Dezember 2018, findet um 18:00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Wilhelmsdorf eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates Wilhelmsdorf statt.
Hierzu wird herzlich eingeladen.

Tagesordnung:
Öffentlicher Teil

TOP 0 Anmerkungen zur Tagesordnung

TOP 1 Bürgerversammlungen 2018

TOP 2 Bedarfsermittlung zur Aufstellung der Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramme 2019

TOP 3 Erweiterung der bestehenden Kindertagesstätte

TOP 4 Sonstiges, Wünsche und Anfragen

Weitere mögliche Tagesordnungspunkte entnehmen Sie bitte dem Aushang am Rathaus.

Im Anschluss findet eine nicht öffentliche Sitzung statt.

Rüdiger Probst
Erster Bürgermeister

Bürgerversammlungen Gemeinde Wilhelmsdorf 2018

Probst: „Gemeinde gemeinsam voranbringen“
Erreichtes und Geplantes bei Bürgerversammlungen vorgestellt

Wilhelmsdorf (pmw). 1.513 Einwohner habe die Gemeinde bei seinem Amtsantritt am 15. Januar dieses Jahres gezählt, aktuell seien es 1.486, so Erster Bürgermeister Rüdiger Probst bei seinen ersten Bürgerversammlungen in Wilhelmsdorf und dem Ortsteil Oberalbach. Er rief dazu auf, das Erreichte zu schätzen und das Geplante gemeinsam voranzubringen. Probst behandelte eine breite Themenpallette, von A wie Abwasser bis Z wie Zukunftsfragen.

Mit gut 1,2 Millionen Euro Verbindlichkeiten der Gemeinde zu Jahresbeginn könne man auch insofern gut leben, weil vieles davon zur Vorfinanzierung von Zukunftsprojekten eingesetzt wurde. Zum Beispiel für die notwendige Erneuerung von Wasserleitungen und das geplante Baugebiet ‚Brunner Wegfeld – Blumenstraße‘. Für die vorgesehenen etwa 26 Bauplätze gebe es fast 80 Anfragen, 28 kämen aus der eigenen Gemeinde. „Es ist sicherlich richtig, ortsansässigen Bürgern das Verbleiben in ihrer Gemeinde zu ermöglichen und die Grundlagen für den Gemeindebestand zu schaffen“.

Baugebiet mit Ökokonto

Zur Vorfinanzierung habe der Gemeinderat eine Nachtragshaushaltssatzung beschlossen. Damit sollen die Vorab-Kosten für Bauleitplanung, Grundstückskauf und Erschließung bestritten werden, bis durch den Verkauf der Grundstücke das Geld wieder hereinkommt. Im Zuge der Bauleitplanung habe die Gemeinde ein so genanntes Ökokonto eingerichtet, womit schon im Vorgriff Ausgleichsmaßnahmen zum Schutz von Umwelt und Natur geschaffen wurden und werden.

Unabhängig vom geplanten Bauland will sich die Gemeinde verstärkt um die Nachverdichtung (Erschließung von Wohnungen im Ortskern und in Baulücken) bemühen, was häufig an komplizierten Eigentumsverhältnissen scheitere. „Das Bohren harter Bretter hat aber schon zu ersten Erfolgen geführt“, so Probst.

Positive gewerbliche Entwicklung

Bewegung gebe es auch im Gewerbegebiet. Es gäbe viele Anfragen von größeren und kleineren Unternehmen aus der näheren und weiteren Umgebung, bevorzugt würden aber zunächst einheimische Unternehmer und produzierendes Gewerbe. Um den Wünschen gerecht werden zu können, werde jetzt die Edisonstraße verlängert. „Uns geht es dabei auch darum, Wohnen und Arbeiten zusammenzubringen mit dem zusätzlichen positiven Effekt, unnötigen Pendlerverkehr vermeiden zu helfen und damit die Umwelt zu schonen“, so der Bürgermeister.

Bergstraße mit neuem Antlitz

Mit hoher staatlicher Förderung sei die Bergstraße inzwischen beinahe fertig gestellt; wo immer es möglich war, seien die Wünsche der Anlieger berücksichtigt worden. Anhand zahlreicher Vorher-Nachher-Bilder zeigte Probst auf, wie sich die Situation deutlich verbessert habe. Jetzt würden noch Maßnahmen ergriffen, um den Schwerlastverkehr aus dem Ortskern fernzuhalten. Probst: „Die Gesamtkosten von etwa 1,2 Millionen Euro haben sich gelohnt“. Und durch den Abriss eines maroden Gebäudes konnten Parkflächen entstehen, wodurch auch das Gehsteigparken eingedämmt werden soll.

Geordnetes Parken wünschenswert

Die Parksituation und die Verkehrsführung im Gemeindebereich seien ohnehin Dauer-Themen. Probst rief dazu auf, beim Parken nicht nur die Verkehrsregeln zu beachten, sondern vor allem die Rettungswege freizuhalten, auch wenn Parkplätze Mangelware seien. Mit den beteiligten Behörden habe es im Rahmen einer Verkehrsschau und einer Vor-Ort-Tagung der Unfallkommission bereits mehrere Besprechungen gegeben; gemeinsames Ziel sei, ruhenden und fließenden Verkehr zu ordnen und Gefahrenstellen soweit möglich zu beseitigen.

Lebendige Gemeinde durch Ehrenamt

Dank zollte Rüdiger Probst all den ehrenamtlich Tätigen in Vereinen und Verbänden, bei der Volkshochschule, den Feuerwehren und vielen anderen Organisationen. „Das macht eine lebendige Gemeinde aus“. So habe beispielsweise das diesjährige Ferienprogramm bei 48 Angeboten 400 Teilnehmer verzeichnen können. Sein Dank galt aber auch den Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofes sowie „angeschlossener Betriebe“, wie zum Beispiel die „Siebener“ genannten Feldgeschworenen.

Viel erreicht und noch viel vor

An künftigen Projekten nannte Probst den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung, die Fortführung der Erneuerung von Wasser- und Abwasseranlagen und die Errichtung einer Urnengrabanlage im Friedhof, nachdem eine kleine Fläche für anonyme Urnengräber vom gemeindlichen Bauhof kurzfristig bereits errichtet worden sei. Weiterhin wolle sich die Gemeinde um eine Einrichtung für betreutes Wohnen bemühen und die „schnellen Leitungen“ (DSL-Breitband) flächendeckend ermöglichen.

Foto 1. (Peter Müller): Rüdiger Probst rückt anhand einer Präsentation „Vorher-Nachher“ die neue gestaltete Bergstraße ins rechte Licht.

Foto 2. (Rüdiger Probst): Geordneter und sicherer für Anwohner und Fußgänger und mit Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung neu gestaltet wurde die Wilhelmsdorfer Bergstraße.

Aus dem Gemeinderat November 2018

Gemeinderatssitzung an geschichtsträchtigem Tag
Auch in Wilhelmsdorf Klimaschutz im Blick

Wilhelmsdorf (pmw). Dass man mit Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Natur vor Ort beginnen muss, darin waren sich die Gemeinderäte einig. „Wir dürfen unsere Lebensgrundlagen nicht mutwillig zerstören“, so Erster Bürgermeister Rüdiger Probst. Auch wenn in Deutschland schon viel geschehe, müssten auch die Kommunen und jede Bürgerin und jeder Bürger  zum Klimaschutz beitragen.

Anlass war die Vorstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes des Landkreises durch Dr. Renate Kapune von der Stabsstelle Kreisentwicklung im Gemeinderat. Dabei wurde deutlich: Es geht um die Stärkung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes, die regionale Wertschöpfung, die Unabhängigkeit von Rohstoffen und die Versorgungssicherheit. Dr. Kapune zeigte dabei die Potentiale auf, die sich beispielsweise bei der Photovoltaik, der Solarthermie und der Straßenbeleuchtung auch für kleine Gemeinden böten. Insgesamt gehe es um Emissionsminderungen wo immer dies möglich ist.

In Wilhelmdorf könnte zum Beispiel die durch die örtliche Kunststoffindustrie vorhandene Abwärme ebenso ein Potential für sinnvolle Nutzung sein, wie die Wärmerückgewinnung aus Abwasser – beide Optionen hielten Bürgermeister Probst und die Gemeinderäte für „überlegenswert“. Und schon seit Jahrzehnten sei die Gemeinde bemüht, wohnen und arbeiten zusammenzubringen, um so den Pendlerverkehr in Grenzen zu halten.

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung erinnerte Probst „an diesem denkwürdigen Tag“ an das Ende des Ersten Weltkrieges und die Ausrufung der Republik vor 100 Jahren als auch an die Pogromnacht von 1938 und den Fall der Mauer 1989. „Der 9. November ist ein wichtiger Tag in unserer Geschichte mit unterschiedlichsten Facetten, ein Tag zum Innehalten und zur Besinnung“. Der Tag erinnere einerseits an die Gräueltaten gegen jüdische Mitbürger, an die Folgen von Hetze und Hass, aber auch daran, dass „unsere fragile Demokratie täglich durch Engagement gegen Angriffe von innen und außen verteidigt werden muss“.

Vor dem nicht-öffentlichen Teil der Sitzung lag es an den Gemeinderäten, einer notariellen Messungsanerkennung ebenso zuzustimmen, wie einem Grundstückskauf außerhalb des Gemeindegebietes für Ausgleichs- oder Tauschflächen.

Für den 18. November lud Bürgermeister Probst anlässlich des Volkstrauertages zur Gedenkfeier am Mahnmal für die Gefallenen im Friedhof ein; die Feier wird vom Posaunenchor, dem Singverein, der Soldatenkameradschaft und Abordnungen von Vereinen mit ihren Fahnenträgern begleitet und beginnt im Anschluss an den gemeinsamen Gottesdienst in der Hugenottenkirche. Bürgerversammlungen sind am 20. November in Wilhelmsdorf (Brennereistuben) und am 22. November für die Ortsteile in der Dorfscheune Oberalbach. Beginn ist jeweils um 19:30 Uhr. Auch zum allseits beliebten Weihnachtsmarkt am 15. Dezember lud Probst bereits jetzt ein, heuer wieder in der Ortsmitte im Umfeld des Bonnet-Hauses.