Mitteilungsblatt für Hagenbüchach und Wilhelmsdorf mit den amtlichen Nachrichten der beiden Gemeinden

Marktbode des Marktes Emskirchen mit den amtlichen Nachrichten

Wochenblatt mit Vereinsnachrichten aus dem gesamten Bereich Emskirchen, Hagenbüchach und Wilhelmdorf


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Kategorie-Archiv: Gemeinderat

Sitzung des Gemeinderates im Dezember 2018

Sitzung des Gemeinderates Wilhelmsdorf

Am Freitag, 14. Dezember 2018, findet um 18:00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Wilhelmsdorf eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates Wilhelmsdorf statt.
Hierzu wird herzlich eingeladen.

Tagesordnung:
Öffentlicher Teil

TOP 0 Anmerkungen zur Tagesordnung

TOP 1 Bürgerversammlungen 2018

TOP 2 Bedarfsermittlung zur Aufstellung der Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramme 2019

TOP 3 Erweiterung der bestehenden Kindertagesstätte

TOP 4 Sonstiges, Wünsche und Anfragen

Weitere mögliche Tagesordnungspunkte entnehmen Sie bitte dem Aushang am Rathaus.

Im Anschluss findet eine nicht öffentliche Sitzung statt.

Rüdiger Probst
Erster Bürgermeister

Bürgerversammlungen Gemeinde Wilhelmsdorf 2018

Probst: „Gemeinde gemeinsam voranbringen“
Erreichtes und Geplantes bei Bürgerversammlungen vorgestellt

Wilhelmsdorf (pmw). 1.513 Einwohner habe die Gemeinde bei seinem Amtsantritt am 15. Januar dieses Jahres gezählt, aktuell seien es 1.486, so Erster Bürgermeister Rüdiger Probst bei seinen ersten Bürgerversammlungen in Wilhelmsdorf und dem Ortsteil Oberalbach. Er rief dazu auf, das Erreichte zu schätzen und das Geplante gemeinsam voranzubringen. Probst behandelte eine breite Themenpallette, von A wie Abwasser bis Z wie Zukunftsfragen.

Mit gut 1,2 Millionen Euro Verbindlichkeiten der Gemeinde zu Jahresbeginn könne man auch insofern gut leben, weil vieles davon zur Vorfinanzierung von Zukunftsprojekten eingesetzt wurde. Zum Beispiel für die notwendige Erneuerung von Wasserleitungen und das geplante Baugebiet ‚Brunner Wegfeld – Blumenstraße‘. Für die vorgesehenen etwa 26 Bauplätze gebe es fast 80 Anfragen, 28 kämen aus der eigenen Gemeinde. „Es ist sicherlich richtig, ortsansässigen Bürgern das Verbleiben in ihrer Gemeinde zu ermöglichen und die Grundlagen für den Gemeindebestand zu schaffen“.

Baugebiet mit Ökokonto

Zur Vorfinanzierung habe der Gemeinderat eine Nachtragshaushaltssatzung beschlossen. Damit sollen die Vorab-Kosten für Bauleitplanung, Grundstückskauf und Erschließung bestritten werden, bis durch den Verkauf der Grundstücke das Geld wieder hereinkommt. Im Zuge der Bauleitplanung habe die Gemeinde ein so genanntes Ökokonto eingerichtet, womit schon im Vorgriff Ausgleichsmaßnahmen zum Schutz von Umwelt und Natur geschaffen wurden und werden.

Unabhängig vom geplanten Bauland will sich die Gemeinde verstärkt um die Nachverdichtung (Erschließung von Wohnungen im Ortskern und in Baulücken) bemühen, was häufig an komplizierten Eigentumsverhältnissen scheitere. „Das Bohren harter Bretter hat aber schon zu ersten Erfolgen geführt“, so Probst.

Positive gewerbliche Entwicklung

Bewegung gebe es auch im Gewerbegebiet. Es gäbe viele Anfragen von größeren und kleineren Unternehmen aus der näheren und weiteren Umgebung, bevorzugt würden aber zunächst einheimische Unternehmer und produzierendes Gewerbe. Um den Wünschen gerecht werden zu können, werde jetzt die Edisonstraße verlängert. „Uns geht es dabei auch darum, Wohnen und Arbeiten zusammenzubringen mit dem zusätzlichen positiven Effekt, unnötigen Pendlerverkehr vermeiden zu helfen und damit die Umwelt zu schonen“, so der Bürgermeister.

Bergstraße mit neuem Antlitz

Mit hoher staatlicher Förderung sei die Bergstraße inzwischen beinahe fertig gestellt; wo immer es möglich war, seien die Wünsche der Anlieger berücksichtigt worden. Anhand zahlreicher Vorher-Nachher-Bilder zeigte Probst auf, wie sich die Situation deutlich verbessert habe. Jetzt würden noch Maßnahmen ergriffen, um den Schwerlastverkehr aus dem Ortskern fernzuhalten. Probst: „Die Gesamtkosten von etwa 1,2 Millionen Euro haben sich gelohnt“. Und durch den Abriss eines maroden Gebäudes konnten Parkflächen entstehen, wodurch auch das Gehsteigparken eingedämmt werden soll.

Geordnetes Parken wünschenswert

Die Parksituation und die Verkehrsführung im Gemeindebereich seien ohnehin Dauer-Themen. Probst rief dazu auf, beim Parken nicht nur die Verkehrsregeln zu beachten, sondern vor allem die Rettungswege freizuhalten, auch wenn Parkplätze Mangelware seien. Mit den beteiligten Behörden habe es im Rahmen einer Verkehrsschau und einer Vor-Ort-Tagung der Unfallkommission bereits mehrere Besprechungen gegeben; gemeinsames Ziel sei, ruhenden und fließenden Verkehr zu ordnen und Gefahrenstellen soweit möglich zu beseitigen.

Lebendige Gemeinde durch Ehrenamt

Dank zollte Rüdiger Probst all den ehrenamtlich Tätigen in Vereinen und Verbänden, bei der Volkshochschule, den Feuerwehren und vielen anderen Organisationen. „Das macht eine lebendige Gemeinde aus“. So habe beispielsweise das diesjährige Ferienprogramm bei 48 Angeboten 400 Teilnehmer verzeichnen können. Sein Dank galt aber auch den Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofes sowie „angeschlossener Betriebe“, wie zum Beispiel die „Siebener“ genannten Feldgeschworenen.

Viel erreicht und noch viel vor

An künftigen Projekten nannte Probst den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung, die Fortführung der Erneuerung von Wasser- und Abwasseranlagen und die Errichtung einer Urnengrabanlage im Friedhof, nachdem eine kleine Fläche für anonyme Urnengräber vom gemeindlichen Bauhof kurzfristig bereits errichtet worden sei. Weiterhin wolle sich die Gemeinde um eine Einrichtung für betreutes Wohnen bemühen und die „schnellen Leitungen“ (DSL-Breitband) flächendeckend ermöglichen.

Foto 1. (Peter Müller): Rüdiger Probst rückt anhand einer Präsentation „Vorher-Nachher“ die neue gestaltete Bergstraße ins rechte Licht.

Foto 2. (Rüdiger Probst): Geordneter und sicherer für Anwohner und Fußgänger und mit Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung neu gestaltet wurde die Wilhelmsdorfer Bergstraße.

Aus dem Gemeinderat November 2018

Gemeinderatssitzung an geschichtsträchtigem Tag
Auch in Wilhelmsdorf Klimaschutz im Blick

Wilhelmsdorf (pmw). Dass man mit Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Natur vor Ort beginnen muss, darin waren sich die Gemeinderäte einig. „Wir dürfen unsere Lebensgrundlagen nicht mutwillig zerstören“, so Erster Bürgermeister Rüdiger Probst. Auch wenn in Deutschland schon viel geschehe, müssten auch die Kommunen und jede Bürgerin und jeder Bürger  zum Klimaschutz beitragen.

Anlass war die Vorstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes des Landkreises durch Dr. Renate Kapune von der Stabsstelle Kreisentwicklung im Gemeinderat. Dabei wurde deutlich: Es geht um die Stärkung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes, die regionale Wertschöpfung, die Unabhängigkeit von Rohstoffen und die Versorgungssicherheit. Dr. Kapune zeigte dabei die Potentiale auf, die sich beispielsweise bei der Photovoltaik, der Solarthermie und der Straßenbeleuchtung auch für kleine Gemeinden böten. Insgesamt gehe es um Emissionsminderungen wo immer dies möglich ist.

In Wilhelmdorf könnte zum Beispiel die durch die örtliche Kunststoffindustrie vorhandene Abwärme ebenso ein Potential für sinnvolle Nutzung sein, wie die Wärmerückgewinnung aus Abwasser – beide Optionen hielten Bürgermeister Probst und die Gemeinderäte für „überlegenswert“. Und schon seit Jahrzehnten sei die Gemeinde bemüht, wohnen und arbeiten zusammenzubringen, um so den Pendlerverkehr in Grenzen zu halten.

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung erinnerte Probst „an diesem denkwürdigen Tag“ an das Ende des Ersten Weltkrieges und die Ausrufung der Republik vor 100 Jahren als auch an die Pogromnacht von 1938 und den Fall der Mauer 1989. „Der 9. November ist ein wichtiger Tag in unserer Geschichte mit unterschiedlichsten Facetten, ein Tag zum Innehalten und zur Besinnung“. Der Tag erinnere einerseits an die Gräueltaten gegen jüdische Mitbürger, an die Folgen von Hetze und Hass, aber auch daran, dass „unsere fragile Demokratie täglich durch Engagement gegen Angriffe von innen und außen verteidigt werden muss“.

Vor dem nicht-öffentlichen Teil der Sitzung lag es an den Gemeinderäten, einer notariellen Messungsanerkennung ebenso zuzustimmen, wie einem Grundstückskauf außerhalb des Gemeindegebietes für Ausgleichs- oder Tauschflächen.

Für den 18. November lud Bürgermeister Probst anlässlich des Volkstrauertages zur Gedenkfeier am Mahnmal für die Gefallenen im Friedhof ein; die Feier wird vom Posaunenchor, dem Singverein, der Soldatenkameradschaft und Abordnungen von Vereinen mit ihren Fahnenträgern begleitet und beginnt im Anschluss an den gemeinsamen Gottesdienst in der Hugenottenkirche. Bürgerversammlungen sind am 20. November in Wilhelmsdorf (Brennereistuben) und am 22. November für die Ortsteile in der Dorfscheune Oberalbach. Beginn ist jeweils um 19:30 Uhr. Auch zum allseits beliebten Weihnachtsmarkt am 15. Dezember lud Probst bereits jetzt ein, heuer wieder in der Ortsmitte im Umfeld des Bonnet-Hauses.

 

 

Aus dem Gemeinderat Oktober 2018

Oktobersitzung des Gemeinderates, 50. der Wahlperiode

Um die vorneweg zu tragenden Ausgaben für das neue Baugebiet Brunner Wegfeld – Blumenstraße abbilden zu können, hat der Gemeinderat eine Nachtragshaushaltssatzung in Höhe von drei Millionen Euro beschlossen. Nach Angaben von Erstem Bürgermeister Rüdiger Probst sollen damit die Ausgaben für Bauleitplanung, Grundstückskauf und Erschließungskosten vorfinanziert werden, bis durch den Verkauf der Grundstücke die Kosten wieder hereinkommen.

Anlässlich der 50. Sitzung der laufenden Wahlperiode wurde im Gemeinderat erneut überlegt, Fördermittel im Rahmen der Kommunalen Allianzen für den so genannten Kernwegeausbau („bedeutsame Flurwege“) in Anspruch zu nehmen. Konkret geht es um die Verbindung „940.1“  von Oberalbach zum Weg von Brunn nach Hohholz. Falls die mit der Förderung verbunden Auflagen, zum Beispiel im Hinblick auf die Art des Ausbaus und die Breite des Weges, nicht zu umfangreich sind, wird die Gemeinde dafür einen Antrag stellen; alternativ soll der Weg in Eigenregie verbessert werden.

Auch aufgrund der Wetterlage hat sich der Verbrauch von Wasser in der Gemeinde erhöht. Um künftig beim Einkauf Aufschläge für den Mehrverbrauch zu vermeiden, beschloss der Gemeinderat, das jährliche Bezugskontingent um 12.000 Kubikmeter zu erhöhen.

Aus dem Gemeinderat September 2018

Hauptthema der letzten Sitzung des Gemeinderates Wilhelmsdorf war die Prüfung der Stellungnahmen zur wiederholten Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes Nr. 15 „Brunner Wegfeld – Blumenstraße BA I“.  Bei den eingegangenen Stellungnahmen zu den beiden Bauleitplanverfahren wurden keine gravierenden neuen Einwendungen seitens der so genannten „Träger öffentlicher Belange“ vorgebracht, so die Ausführungen von Dipl.-Geograph Thomas Rosemann vom Planungsbüro. Vor allem der Bund Naturschutz gab eine umfangreiche Stellungnahme ab, größtenteils mit Hinweisen, die durch die Abwägung beantwortet werden konnten.

Der Gemeinderat fasste zu Flächennutzungsplan den Feststellungsbeschluss. Demnach kann die Änderung des Flächennutzungsplan dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt werden. Nach dieser Genehmigung kann der Bebauungsplan in Kraft treten und die Bauplätze können vermarktet werden, wobei schon wesentlich mehr Bauwerber vorhanden sind, als mögliche Bauplätze.

Mit der 3. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 13 „Beethovenstraße“ soll ein Beitrag zur allseits gewollten Innenverdichtung geleistet werden. Im Zuge dessen geht es dabei um zwei Bauplätze, die neu entstehen können, wenn ein Teil der ursprünglich als Kinderspielplatz vorgesehenen Fläche dafür verwendet wird. Der Spielplatz sei in seiner jetzigen Form ausreichend groß.

Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim ist zur Umsetzung eines qualitätsvollen landkreisübergreifenden Radwegenetzes nach einheitlichem Standard für den touristischen Radverkehr und den Alltagsradverkehr unter anderem eine neue Beschilderung nötig. Zur Verbesserung der Radwege rund um Wilhelmsdorf stimmten die Mitglieder des Rates einer Vereinbarung mit dem Landkreis einheitlich zu.

Im Friedhof wurde in einem Teilbereich ein Bestattungsort für anonyme und teilanonyme Urnengrabstätten errichtet. In naher Zukunft wird auch eine Urnengemeinschaftsgrabanlage entstehen, die sich gestalterisch in der Mitte des neuen Friedhofteils einfügen soll.

Des Weiteren befasste sich der Gemeinderat mit zwei Bauanträgen zu einem Garagenneubau und der Nutzungsänderung des Gemeindesaales in einen Turnraum für die Kindertagesstätte in Wilhelmsdorf.

An der St 2244 im Bereich Gunzendorf – Stadelhof befindet sich eine der Unfallhäufungsstellen des letzten Drei-Jahres-Zeitraumes (2015 bis 2017). Mit der Unfallkommission, bestehend aus unterer Straßenverkehrsbehörde, Polizei und Staatlichem Bauamt, hatte ein Ortstermin stattgefunden, nachdem sich in den letzten drei Jahren mehrere Pkw- und Fahrradunfälle ereigneten, berichtete Bürgermeister Rüdiger Probst. Nach eingehender Beratung soll eine „verdeckte“ Geschwindigkeitsmessung durchgeführt werden. Danach wird entschieden, ob verkehrsregelnde Maßnahmen getroffen werden müssen. Im Bereich des Radweges wurden durch den Bauhof bereits Verkehrszeichen und Abgrenzungslinien auf dem Fahrbahnbelag aufgesprüht.

Die „große“ Baumaßnahme in der Bergstraße ist jetzt nahezu abgeschlossen. In der Sitzung wurde diskutiert, ob die Bergstraße bzw. der Innenort für den Schwerlastverkehr beschränkt werden könnte. Dies fand im Rat Zustimmung.

In seinem Bericht ging Bürgermeister Probst auf Informationen aus der Bürgermeisterdienstversammlung ein und sprach von einem „gelungenen und sehr gut frequentierten“ Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr in Wilhelmsdorf sowie insgesamt gutem Zuspruch zu Aktionen im Rahmen des Ferienprogramms.

Die Grafik zeigt den aktuellen Planungsstand beim Baugebiet „Brunner Wegfeld – Blumenstraße BA I“