Archiv für den Monat: Februar 2009

Aktuelles aus dem Gemeinderat

Als „unkompliziert und bürgerfreundlich“ bezeichnete Bürgermeister Werner Friedrich bei der Februar-Sitzung die Entscheidung, von der bereits beschlossenen Auflassung des Fußweges zwischen Föhren- und Buchenweg vorerst abzusehen. Ein Anwohner wollte den Weg erhalten und ausgebaut wissen, weil es sich unter anderem um eine viel genutzte, kurze und gefahrlose Verbindung nicht zuletzt auch zum neuen Spielplatz handele.

Dem Wunsch trägt die Gemeinde Rechnung und will nach einer Kostenschätzung den Ausbau im Jahr 2010 nochmals prüfen. Bislang ging man von etwa 25.000 Euro aus, die im aktuellen Haushalt nicht eingeplant sind. Inzwischen soll nach dem provisorischen Herrichten und dem Anbringen eines Warnhinweises das Begehen des Trampelpfades ermöglicht bleiben.

In seinem Bericht ging der Bürgermeister vor allem auf die vielfältigen Leistungen des Bauhofteams ein, was oft nicht genügend gewürdigt werde. „Uns ist der gute Zustand gemeindlicher Einrichtungen als ein wesentliches Aushängeschild für Wilhelmsdorf wichtig“, so Werner Friedrich. Er nannte beispielhaft die systematische Betreuung und erst kürzlich erfolgte Generalüberholung der Hugenottenhalle und des Rathauses, stets fachgerecht und mit Unterstützung meist ortsansässiger Unternehmen und deren Erfahrungen.

Deutliche Spuren habe der Winter bei den Gemeindestraßen hinterlassen, und auch drei Wasserrohrbrüche seien zu verzeichnen gewesen. Letztere hätten stets rasch beseitigt werden können und die Straßen sollen im Frühjahr vom Bauhof und einer Fachfirma wieder hergerichtet werden.

Der Bürgermeister berichtete auch von den bisherigen Zusammenkünften der unter Federführung der Regierung von Mittelfranken laufenden Aktion „Natura 2000“. Hauptziel ist der Erhalt des Naturerbes bei gleichzeitiger Sicherung einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Landnutzung. Gemeinderäten war dabei wichtig, dass dies nicht durch immer neue Vorgaben, sondern im Gespräch und damit in Abstimmung mit den Landwirten und Waldbesitzern erfolge.

Die ohne jede Auflage erfolgte Genehmigung des Haushaltes 2009 seitens des Landratsamtes war für das Gemeindeoberhaupt ein Zeichen für „solides Wirtschaften in schwierigen Zeiten“. Dies erwarte er allerdings auch von anderen Gebietskörperschaften und nannte beispielhaft die inzwischen etwa neun Millionen Mehrkosten beim Ausbau des Schulhauskomplexes in Neustadt. Friedrich: „Ich erwarte sorgsamen Umgang mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger und stelle grundsätzlich in Frage, dass eine Einrichtung mit etwa 2.500 Schülerinnen und Schülern überhaupt überschaubar und pädagogisch sinnvoll ist“.

Ausnahmsweise wurde ein anonymes Schreiben an das Landratsamt behandelt, welches nach Ansicht des Bürgermeisters unhaltbare Vorwürfe gegen die Gemeinde enthält. Das nach Darlegung des Absenders „unberechtigte Auffüllen im Gemeindewald“ habe der Renaturierung gedient und sei im Einvernehmen mit den Jagdpächtern erfolgt. Nicht zuletzt sollte damit wilden Müllablagerungen vorgebeugt werden.

Dem Vorwurf des „Verschepperns des Gemeindewaldes“ trat der Bürgermeister mit dem Argument entgegen, dass so wenige Hektar seitens der Gemeinde einfach nicht wirtschaftlich zu betreiben seien. Entkräftet wurden zudem andere Vorhaltungen im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet Beethovenstraße und den Geschäftsbesorgungsverträgen. Auch der angeführte „Schwarzbau der Gemeinde“, ein Lagerplatz in Oberalbach, sei ordnungsgemäß überplant und vom Landratsamt genehmigt worden. Gemeinderäte bedauerten, dass es durch die Anonymität nicht möglich sei, in einem offenen Gespräch die Fragen zu erörtern und Unstimmigkeiten ggf. auszuräumen.

Für ein Bauvorhaben im Neubaugebiet Beethovenstraße wurde die Befreiung von Festsetzungen des Bebauungsplanes erteilt; hier ging es insbesondere um die Entbindung von den Vorgaben zum Geländeschnittpunkt und der Anordnung der Garage. Auch bei einem geplanten Betriebsgebäude im Gewerbegebiet hat die Gemeinde Anliegen eines Bauwerbers zugelassen. „Wir kommen den Wünschen grundsätzlich dann weitestgehend entgegen, wenn keine gravierenden Benachteiligungen für andere zu erwarten sind“, so Bürgermeister Friedrich.