Archiv für den Monat: November 2010

Aktuelles aus dem Gemeinderat

Mit den auf Gemeindegebiet im „Bettelhüttlein“ geplanten beiden Windkraftanlagen macht es sich die Gemeinde nicht einfach: „Wir sind sehr um Einvernehmen bemüht und behandeln alle Einwände ausgesprochen ernsthaft, bitten aber gleichzeitig um Verständnis dafür, dass nach unserer Auffassung die möglichen Beeinträchtigungen im Bereich des Zumutbaren liegen“, so 1. Bürgermeister Werner Friedrich anlässlich der letzten Gemeinderatssitzung, wo das Thema erneut zur Behandlung anstand.

Es ging dabei auch um die fast 180 Unterschriften überwiegend von Bürgerinnen und Bürgern aus Hoholz, die sich gegen die Planung wenden. Behandelt wurden ferner wiederholt die Anregungen der so genannten Träger öffentlicher Belange. Demnach liegen nach Angaben von Thomas Rosemann vom Planungsbüro und Projektmanager Marcus Dornauer die zu erwartenden Emissionen durch Lärm und Schattenwurf deutlich unter den vorgegebenen Richtwerten.

Da sich der vorgesehene Standort in einem Waldgebiet befindet, sind für die notwendigen Zufahrten entsprechende Wiederaufforstungen fest geplant, die aus forstwirtschaftlicher Sicht nach Ansicht von Marcus Dornauer „sogar eine Aufwertung“ bedeuten.

Friedrich: „Wir gehen davon aus, dass die geplanten Anlagen genehmigungsfähig sind und wir uns auf rechtlich sicherem Gebiet bewegen“. Dass es dem Gemeinderat nicht um die juristische Durchsetzung ihrer Pläne geht, sondern man es sich tatsächlich nicht leicht gemacht hat, wurde bei Wortmeldungen von Ratsmitgliedern deutlich. Nach anfänglicher Skepsis hätten sie sich nun doch zur Zustimmung durchgerungen, weil „es einfach auch vor Ort unsere Pflicht ist, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“. Insofern müsse man abwägen und habe sich dabei für die Windkraftanlagen entschieden, die auch einen Schritt in ein Stück Unabhängigkeit bei der Energieversorgung bedeuten würden.

Die notwendigen Beschlüsse zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zum Erlass einer Abstandsflächensatzung wurden dann auch einstimmig getroffen, für Werner Friedrich der richtige Weg: „Wir handeln in gutem Sinne aus Verantwortung für die Zukunft und gegenüber kommenden Generationen“.

Verantwortliches Handeln ist für das Gemeindeoberhaupt auch, für die Freiwillige Feuerwehr wunschgemäß eine Wärmebildkamera im Wert von etwa 15.000 Euro anzuschaffen. „Hier geht es um gesicherten Zugang zu Gefahrenherden im Ersteinsatz und um schnellstmögliche Rettung eingeschlossener Personen“. Übereinstimmend waren die Gemeinderäte der Auffassung, dass es für die Feuerwehrleute, die sich freiwillig für andere einsetzen, den bestmöglichen Schutz und die bestmögliche Ausrüstung geben müsse.