Archiv für den Monat: Dezember 2012

Weihnachts- und Neujahrswünsche


Öffnungszeiten zwischen Weihnachten und Heilige Drei Könige für beide Mitgliedsgemeinden der VGem Hagenbüchach-Wilhelmsdorf

Rathaus Hagenbüchach

Donnerstag, 27. Dezember 2012
9:00 Uhr bis 11:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Rathaus Wilhelmsdorf

Freitag, 28. Dezember von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr –
Einsichtnahme in das Wählerverzeichnis (Einsichtnahme auch für die Bürger aus Hagenbüchach im Rathaus Wilhelmsdorf)

Mittwoch, 2. Januar, Donnerstag, 3. Januar und Freitag, 4. Januar 2013
9:00 Uhr bis 11:00 Uhr

An den anderen Tagen sind die Rathäuser geschlossen.

Standesamtsnotdienst an den geschlossenen Tagen von 9:00 bis 11:00 Uhr: Tel. 0177 7418 000

Aktuelles aus dem Gemeinderat

Wilhelmsdorf. „Es hilft alles nichts – wir müssen uns nach der Decke strecken“, so Erster Bürgermeister Werner Friedrich bei der Vorberatung des Gemeindehaushalts für das nächste Jahr. Mehr Kreisumlage, weniger Schlüsselzuweisungen und weniger Gewerbesteuer seien nur schwer zu verdauen. „Trotzdem sollten wir an den Grundlagen unserer Gemeindepolitik festhalten und weiterhin die Entwicklung und Sicherung von Arbeitsplätzen vor Ort als ganz wesentliches gemeinsames Ziel betrachten“.

Als reine oder überwiegende Wohngemeinde würde man sich leichter tun, aber für Bürgermeister Friedrich ist es „wichtig, dass die Menschen in der Gemeinde Arbeit finden können“. Weniger pendeln spare Zeit, entlaste die Umwelt und führe zu mehr gemeindlichem Zusammenhalt. Gemeinden mit einem hohen Anteil an Schlüsselzuweisungen hätten naturgemäß eine niedrigere Umlagekraft, könnten aber auf einer sichereren Basis kalkulieren, weil die Gewerbesteuer doch meist eine sehr unsichere Größe darstelle.

Der Gemeinderat war sich dessen bewusst, dass zum Beispiel weniger staatliche Schlüsselzuweisungen auch ein Zeichen hoher Finanz- und Steuerkraft der Gemeinde ist, die zu erwartende Kombination der Einnahmenminderungen müsse aber deutliche Auswirkungen auf den 2013er Haushalt haben. Sparen sei also angesagt, an dem wohl größten Brocken von rund 200.000 Euro für die weitere Ertüchtigung der Kläranlage komme man aber nicht herum. Der Bürgermeister will „den Haushalt auf ein finanzierbares Volumen zurückschrauben“, diese Kosten könnten aber nur mit einem neuen Darlehen abgedeckt werden.

Und auf die Gestaltung eines Spielplatzes an der Schnittstelle der Beethoven- mit der Orffstraße will die Gemeinde auch nicht verzichten. Die beauftragte Fachberaterin hatte ihren Entwurf im Gemeinderat überzeugend dargestellt. In Kombination mit dem geplanten Regenrückhaltebecken soll ein Spielplatz entstehen, „der auch angenommen wird, sonst hat das Ganze keinen Sinn“. Und so hat sich das Gremium dazu durchgerungen, nun doch tiefer in die Tasche zu greifen, die ursprünglich in Frage gestellte Pyramide mit Kletterseilen und eine Sechsecklaube nun doch zu integrieren und so eine attraktive Anlage zu schaffen, wo auch die Aufsichtspersonen verweilen könnten. Als „dringend“ stuften die Räte dann auch die Sanierung der Toilettenanlage im Kindergarten ein und wollten damit deutlich machen, dass die Familienfreundlichkeit der Gemeinde in keinem Fall dem Rotstift zum Opfer fallen dürfe.

Ein „Muss“ sind nach Ansicht des Gemeinderates die Kosten von etwa 20.000 Euro für die Umstellung auf Digitalfunk bei der Feuerwehr. Werner Friedrich: „Erst kürzlich hat sich bei einem Industriebrand im Gewerbegebiet die gute Ausrüstung unserer Feuerwehr zum Beispiel auch mit der neu angeschafften Wärmebildkamera bewährt und erneut hat sich gezeigt, wie wichtig eine schnelle Alarmierung ist“. Demzufolge soll auch der Umbau des Feuerwehrhauses in Oberalbach vorangetrieben werden.

Einstimmig hat der Gemeinderat Peter Kastner nun auch offiziell zum Seniorenbeauftragten bestellt. Dieser hatte bereits Vorarbeit geleistet und konnte aus dem Seniorenbeirat Emskirchen berichten. Demnach gehe es um seniorengerechtes Bauen, um regelmäßige Treffen, Sprechtage und zum Beispiel auch Schulungen vor allem im Bereich der Neuen Medien. Kastner hat als Vorsitzender des Heimatvereins auch das Phasenkonzept der Bayerischen Museumsverwaltung für das in Europa wohl einzige Zirkelmuseum in Wilhelmsdorf vorgestellt. Der Verein wolle sehr behutsam an die Verwirklichung gehen, vorrangig seien die Archivierung und das Festhalten persönlichen Wissens.

In seinem Bericht ging der Bürgermeister auch auf den erst jetzt erfolgten Abschluss der Flurbereinigung ein, die jahrelangen Verzögerungen seien dem Konkurs einer beteiligten Baufirma geschuldet und wegen der verstrichenen langen Zeit soll auf eine große Abschlussfeier verzichtet werden. „Die Gemeinde hat in ihrer Gesamtheit von den Maßnahmen profitiert und ohne das größtenteils konstruktive Mitwirken der beteiligten Grundstückseigentümer hätten maßgebliche Projekte nicht verwirklicht werden können“. Die wenn auch nicht vollständige Bachsanierung und der Dammbau seien wegweisend für die Hochwasserregulierung gewesen und „es war richtig, sich den damaligen Widerständen zu stellen“. Nach Auffassung des Bürgermeisters seien aber bei weitem nicht alle Chancen genutzt worden. Als Beispiel für ein Versäumnis nannte er die „nur einspurig und halbherzig“ ausgebaute Verbindung zwischen Mozartstraße und Sportgelände.

Zum Jahresabschluss dankte Werner Friedrich allen Mitgliedern des Gemeinderates für ihr Engagement, ihre sachkundige Mitarbeit und das vertrauensvolle Zusammenwirken. „Mein Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofs, vor allem aber auch den vielen ehrenamtlich tätigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, ohne deren Einsatz ein vielfältiges und lebendiges Gemeindewesen nicht denkbar ist“.