Archiv für den Monat: Mai 2014

Aktuelles aus dem Gemeinderat

Wilhelmsdorf. Trotz punktuell unterschiedlicher Auffassung bei personellen Fragen verlief die konstituierende Sitzung des Wilhelmsdorfer Gemeinderates harmonisch. So wurde bei einer Gegenstimme Peter Müller wieder zum Zweiten Bürgermeister und mit neun Stimmen Wolfgang Klonus zum Dritten bzw. weiteren Bürgermeister gewählt. Vier Stimmen fielen auf Werner Wohlleb, der in einem späteren Wahlgang einstimmig zum weiteren Stellvertreter gewählt wurde. Die stellvertretenden Bürgermeister wurden ebenso vereidigt, wie zuvor die neuen Mitglieder des Gemeinderates Andrea Rabert, Dieter Bergler und Rüdiger Probst. Erster Bürgermeister Werner Friedrich bat dabei um vertrauensvolle Zusammenarbeit und darum, „bei allen Entscheidungen das Wohl der gesamten Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt zu stellen“.

Das Sitzungsgeld beträgt auch in der neuen Wahlperiode 20 Euro und ohne Änderungen wurde dem von der Verwaltung vorgelegten Entwurf der „Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts“ zugestimmt. Dort werden unter anderem die Befugnisse des Bürgermeisters und der Ausschüsse bzw. deren Aufgaben geregelt. Bei der Besetzung der Ausschüsse war allen bewusst, dass diese mit Ausnahme der Rechnungsprüfung eher selten und nur bei dringendem Bedarf tagen. Für Bürgermeister Werner Friedrich war wichtig, „dass möglichst alle Mitglieder des Gemeinderates in wesentliche Entscheidungen eingebunden sind“ und die Informationen unmittelbar und ohne Umwege fließen.

Der Finanzausschuss setzt sich aus Peter Müller, Rüdiger Probst, Herbert Seibold und Jürgen Wohlleb zusammen, dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss gehören Dieter Bergler, Werner Wohlleb, Werner Hubl und Norbert Kühnl an. Den Kultur- und Sportausschuss bilden Werner Wohlleb, Andrea Rabert, Herbert Seibold und Walter Winterbauer, Jugend-und Seniorenbeauftragte wurde Andrea Rabert und die Pressearbeit wurde wieder Peter Müller anvertraut. Unter Leitung von Rüdiger Probst kümmern sich Peter Blaufelder, Werner Wohlleb und Walter Winterbauer um die Rechnungsprüfung.

Der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Hagenbüchach-Wilhelmsdorf gehören neben Bürgermeister Werner Friedrich wieder Peter Müller und Werner Wohlleb an, in die Schulverbandsversammlung der Grundschule entsendet die Gemeinde Werner Friedrich und Herbert Seibold. Im entsprechenden Gremium der Mittelschule ist Werner Friedrich vertreten. Für alle Positionen wurden Stellvertreter benannt.

Der Konstituierung folgten eine Reihe von Beschlüssen in Bauangelegenheiten, wie der Teilaufstockung und Errichtung einer Dachterrasse bei einem Wohngebäude im Baugebiet Beethovenstraße und der Aufschotterung eines Flurweges am Trabelshof. Zugestimmt wurde einem Neubau im Gebiet Eichenweg mit vier „unproblematischen“ Abweichungen vom Bebauungsplan und der Anmeldung einer Reihe von Projekten zum „Kernwegeausbau“ im Rahmen der Kommunalen Allianzen. Das bis zum Jahr 2019 begrenzte Programm sieht eine etwa 70-prozentige Förderung der Ausbaukosten vor.

Gegen zwei Stimmen wurde die Nutzungsänderung eines ehemaligen Rinderstalles zur Pferdehaltung mit Errichtung einer Pferdekoppel in Oberalbach abgelehnt. Die Mehrheit befürchtete Geruchsbelästigungen und Gefährdungen für die Anwohner im Ortskern. Begründet wurde die Ablehnung unter anderem mit dem bereits erfolgten Strukturwandel in diesem Ortsteil von ehemals vorherrschender Landwirtschaft zum überwiegenden Wohngebiet.

Zugestimmt hat der Rat der Detailuntersuchung einer ehemaligen Deponie im Bereich des Kirschenberges, um Klarheit schaffen zu können, welche Maßnahmen dort zu veranlassen sind. Bürgermeister Friedrich betonte in diesem Zusammenhang, dass die Belastung mit Schwermetallen erst in den letzten 25 Jahren entstanden sei.

Speziell an die neuen Gemeindegeräte gerichtet betonte Bürgermeister Friedrich, dass in den vergangenen sechs Jahren die damaligen Zielsetzungen im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern „im Wesentlichen erreicht wurden“. Dennoch gebe es eine Reihe von Baustellen im Bereich der Daseinsvorsorge, wie die streckenweise Erneuerung von Wasserleitungen und Kanälen und dem Ausbau bzw. der Erneuerung von Straßen. In der soeben begonnenen Wahlperiode wollen sich Bürgermeister und Gemeinderat schwerpunktmäßig dem weiteren Ausbau der schnellen Internetverbindungen widmen, Wohnungsleerstände besonders im Ortskern verringern und ortsansässigen Betrieben bei der weiteren Entwicklung zur Seite stehen.

2014_Vereidigung
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Das Foto zeigt die neuen Mitglieder des Gemeinderates bei der Vereidigung. Von links: Dieter Bergler, Rüdiger Probst, Andrea Rabert und Bürgermeister Werner Friedrich.