Archiv für den Monat: Juni 2014

Aktuelles aus dem Gemeinderat

Sitzung des Gemeinderates Wilhelmsdorf am 13. Juni 2014

Wilhelmsdorf. Die Erstellung eines Konzepts für ein Kernwegenetz im Rahmen des ILE-Programms im Gebiet Franken-West/Aurach-Zenn stand im Mittelpunkt einer Sitzung des Gemeinderates. Es ging um erste Überlegungen zur Wege-Klassifizierung aufgrund eines Vorschlages der BBV-Landsiedlung GmbH, womit sich der Rat aber noch im Detail auseinandersetzen will.

Bei dem Programm für Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) geht es unter anderem um die bedarfsgerechte Verbesserung der dörflichen Infrastruktur in Kooperation mit den Gemeindeallianzen, also mit den jeweiligen Nachbargemeinden. „Für den Ausbau der Kernwege gibt es eine 70-prozentige Förderung durch staatliche und europäische Mittel“, erläuterte Bürgermeister Werner Friedrich bei der Vorstellung eines ersten Grobentwurfs. Die Beteiligung der Gemeinde hielt er schon insofern für wichtig, als seit der Flurbereinigung das Anspruchsdenken und die Forderungen an die Gemeinden hinsichtlich Schaffung und Ausbau von Wegen und Zufahrten enorm gestiegen sei.

Zeitgleich soll mit dem Ausbau die Standortqualität erhöht und eine zusätzliche Wertschöpfung auch für den Tourismus erschlossen werden. Friedrich: „Wir können damit die Attraktivität der Gemeinde weiter steigern und stellen uns gleichzeitig Herausforderungen wie dem demografischen Wandel, der Energiewende oder auch dem vorbeugenden Hochwasserschutz“.

Das Konzept sieht den Wegebau speziell aus dem Kernort Wilhelmsdorf hinaus in Richtung Unteralbacher Mühle und die Ortsteile Ebersbach und Oberalbach vor, wie auch nach Hohholz im Gebiet des Marktes Emskirchen. Den Gemeinderäten war dabei bewusst, dass die Gemeinde ihren finanziellen Eigenanteil erst einmal zu Verfügung haben muss. Insofern war man sich einig, dass es bei dem bis ins Jahr 2019 reichenden Programm zunächst nur um die grundsätzliche Klassifizierung handeln kann, die konkrete Umsetzung einzelner Maßnahmen soll jeweils getrennt beschlossen werden.

Ums Geld ging es auch bei der Kenntnisnahme der Jahresrechnung für 2013 und der Beschlussfassung zu überplanmäßigen Ausgaben. „Diese korrespondieren wie in jedem Jahr mit weniger Ausgaben und Mehreinnahmen, über die allerdings nicht zu beschließen ist“, so Werner Friedrich. Und weil auch interne Verrechnungen enthalten sind, ergebe das Thema „Haushaltsüberschreitungen“ stets ein falsches Bild.

Einstimmig hat der Gemeinderat eine weitere Änderung des Flächennutzungsplanes zum Bebauungsplan „Beethovenstraße II“ als Satzung beschlossen. Die Anregungen der so genannten „Träger öffentlicher Belange“ wurden zur Kenntnis genommen und sollen bei der Realisierung der Bauleitplanung beachtet werden. Für das Gremium war dabei wichtig, dass die Erschließung landwirtschaftlicher Flächen nicht beeinträchtigt wird und der Artenschutz einen hohen Stellenwert bekommt.

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