Archiv für den Monat: Januar 2016

Aus dem Gemeinderat 15. Januar 2016

Aus der Sitzung des Gemeinderates vom Januar 2016

Ortskernsanierung mit Neugestaltung der Bergstraße. Erklärtes Ziel der Gemeinde ist, die Bürgerinnen und Bürger bei Projekten, die sie unmittelbar betreffen, vorab in die Planungen einzubeziehen und einvernehmliche Lösungen anzustreben. Dies geschieht auch beim geplanten Ausbau der Bergstraße, wo inzwischen mit den Anwohnern, die anzutreffen waren, Gespräche geführt wurden. Auch wenn aufgrund unterschiedlicher Interessenslagen nicht in allen Punkten vollste Übereinstimmung erzielt werden konnte, so wurde doch diese Vorgehensweise sehr positiv aufgenommen. Dies gilt auch für die Zusage, die Anlieger nicht zu sehr mit Kosten zu belasten. So sollen lediglich Gehweganteile „umgelegt“ werden, nicht aber der Straßenbau selbst, welcher auch über die Städtebauförderung bezuschusst wird.

Bergstraße

Insgesamt hat dabei die Gemeinde nicht nur den Straßenverkehr im Blick. Aus den Erläuterungen des Bürgermeisters und von Ortsplaner Thomas Rosemann ging hervor, auf der Südseite einen möglichst barrierefreien Fußweg von der Kirche bis zur Hugenottenhalle schaffen zu wollen, auch wenn es an einigen Stellen eng werden wird; auch sind barrierefreie Übergänge vorgesehen. Zudem ist durch Rasenpflaster bei Stellplätzen und die Schaffung von Stauden- und Pflanzbeeten eine umfassende „Entsiegelung“ geplant, und mit Sitzmauern sollen kleine Rastplätze geschaffen werden.

Änderungsvorschläge aus dem Gemeinderat werden jetzt noch aufgenommen, um anschließend auf dieser Grundlage den konkreten Antrag auf Fördermittel stellen zu können.

Bergstraße 9

In diesem Zusammenhang gab Werner Friedrich auch bekannt, dass für den Abriss des maroden Gebäudes in der Bergstraße 9 inzwischen die staatliche Förderzusage eingegangen ist. Details zur Ersatzbebauung – es sollen vorwiegend Garagen und Stellplätze entstehen, um die prekäre Parksituation im Ortskern zu entspannen – werden demnächst vorgelegt.

Ertüchtigung der Wasserversorgung im Kernortbereich. Vor der Neugestaltung der Bergstraße müssen auch in diesem Bereich die maroden Wasserleitungen erneuert werden. Etwa 500.000 Euro sind im Gemeindehaushalt dafür eingeplant. Die Finanzierung erfolgt zur Risikominimierung über einen vertraglich vereinbarten Zinssatz mit einer Laufzeit von 30 Jahren.

Während die Kosten für die in diesem Zusammenhang ebenfalls zu erneuernden und sehr individuellen Hausanschlüsse von den Anliegern zu tragen sind, werden die zentralen Leitungen über die Wassergebühren langfristig und verursachergerecht finanziert. Auch hier will die Gemeinde im Rahmen einer öffentlichen Präsentation größtmögliche Transparenz herstellen. Schon heute bittet Bürgermeister Werner Friedrich um Verständnis für Behinderungen während der Baumaßnahmen, die aufgrund der beengten Verhältnisse nicht zu vermeiden sein werden.

Kläranlagen. Gemeinderat und Bauhofleiter Dieter Bergler gab einen umfassenden Situationsbericht. Demnach erfolgten in den letzten gut zehn Jahren umfangreiche Ertüchtigungen, die zu insgesamt guten Reinigungsleistungen und weniger Störungen führten. Bei den Maßnahmen in der zentralen Anlage in Wilhelmsdorf ging es beispielsweise um die Entsorgung des Klärschlamms, Verbesserungen an der Belüftungsanlage und im Belebungsbecken, den Einbau einer zusätzlichen Lüfterwalze und einer elektronischen Steuerung sowie die Erneuerung der Schmutzrechenanlage. Außerdem wurde das Betriebsgebäude saniert und dabei das Flachdach mit einem Satteldach gesichert. Geschaffen wurde auch eine neue Einhausung mit Photovoltaikanlage zur Gewinnung von Eigenstrom für die Kläranlage. Insgesamt wurde die Verlängerung der Betriebserlaubnis für die Anlage in Wilhelmsdorf um weitere 20 Jahre erreicht; für die Teichkläranlage in Oberalbach wurde diese inzwischen um weitere zehn Jahre verlängert und für die ähnliche Anlage in Ebersbach laufen derzeit die Abstimmungen mit dem Wasserwirtschaftsamt.

Zum Komplex der Kläranlagen gehöre auch die Dokumentation der Kanalsysteme und Schachtanlagen. Hierzu wurden umfangreiche Vermessungen, Spülungen und Befahrungen durchgeführt und die Daten in ein elektronisches System (GIS) eingespeist. So können Zustand und Handlungsbedarf jederzeit dargestellt werden.

Dies alles diente nach Angaben von Bürgermeister Werner Friedrich einerseits der Verbesserung des Schutzes von Umwelt und Natur und der Verlängerung der Betriebserlaubnis, andererseits aber auch der Kostenminimierung: „Auch künftig werden wir uns den Anforderungen stellen und systematisch an der Sicherung der Kläranlagen weiterarbeiten“.

Neuer „Siebener“. Das Team um Feldgeschworenenobmann Werner Hubl ist nach dem Tod von Friedrich Schönleben wieder komplett. Zu Beginn der Sitzung wurde dessen Sohn Klaus auf dieses Amt vereidigt. „Trotz GPS braucht es ortskundige Feldgeschworene“, so Bürgermeister Werner Friedrich. Die umgangssprachlich wegen der Anzahl „Siebener“ genannten Feldgeschworenen erfüllten auch in Zeiten digitaler Vermessung einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Grundstücksgrenzen und damit des Eigentums.

2016_Siebener_Schönleben

 

Sonstiges

Der bereits im November des Vorjahres verabschiedete Haushalt wurde inzwischen von der Kommunalaufsicht genehmigt.

Zugestimmt wurde Bauanträgen zur Errichtung eines Wohnhauses im Bereich Orffstraße und eines Stallgebäudes mit Nebenanlagen am Ortsrand.

Der Hersteller des Wochenblattes (Mitteilungsblatt) wurde gebeten, die Verteilung künftig zuverlässiger zu organisieren.

PM

Kurzfristige Sperrung der Staatsstraße 2244 im Januar 2016

Aufgrund von Bauarbeiten an der Aurachtalbrücke ist die Staatsstraße 2244 in der Zeit von Mittwoch, den 13.01.2016, 07.00 Uhr bis Freitag, 15.01.2016, ca. 12.00 Uhr auf Höhe der Baustelle komplett gesperrt. Eine Umleitung erfolgt in Emskirchen über die Nürnberger Straße (alte B8) sowie von der Staatsstraße 2244 über die B8, Ausfahrt Gewerbegebiet Nord, Bahnhofsstraße nach Emskirchen. Die Zufahrt zum Einkaufsmarkt (Netto und Bäckerei Greller) ist frei.