Archiv für den Monat: August 2018

Kirchweih Wilhelmdorf 2018

Kirchweihauftakt in Wilhelmsdorf

Bürgermeister Probst und Gemeinde baten „zu Tisch“

Wilhelmsdorf (pmw).

Ehrenamtlich Tätige und Repräsentanten des Öffentlichen Lebens werden in Wilhelmsdorf traditionell zu Beginn der Kirchweih zu einem „kulinarischen Dämmerschoppen“ eingeladen. Erster Bürgermeister Rüdiger Probst ging im Rahmen seiner Begrüßung auch auf überregionale Themen ein: „Die Demokratie ist ein fragiles Gebilde, anfällig für Extremisten von rechts und links“. Mit Blick auf die Landtags- und Bezirkstagswahl am 14. Oktober rief er dazu auf, „besonders in bewegten Zeiten wie diesen auf politische Verlässlichkeit zu setzen, keine Experimente einzugehen oder gar Stimmen nur aus Protest zu vergeben“.
Viel lieber wäre Probst wie in den letzten Jahren auch ganz normaler Gast des Dämmerschoppens gewesen. Der plötzliche Tod von Bürgermeister Werner Friedrich kurz nach der letztjährigen Kirchweih habe aber zu Neuwahlen gezwungen. Und so oblag es ihm heuer, die Begrüßung der zahlreichen Gäste vorzunehmen. Sein besonderer Gruß galt Pfarrer Alexander Seidel, „denn die Kirchweih hat ja, wenn auch für manche nur am Rande, etwas mit der Kirche zu tun“. Deshalb sei „die Weihe unserer Kirche auch der originäre Ausgangspunkt der Festlichkeiten und unseres heutigen Treffens“.
Probst: „Das Ehrenamt stärken“
Neben dem früheren Landtagsabgeordneten Friedrich Loscher-Frühwald waren dann auch zahlreiche örtliche Unternehmer der Einladung ebenso gefolgt, wie Bürgermeisterkollegen der „Kommunalen Allianz AurachZenn“ und Führungskräfte der Feuerwehren der Gemeinde. „Das ehrenamtliche Engagement insgesamt und auch im Sicherheitsbereich stärken“, gehöre zu seinen Zielen im Rahmen der Gemeindearbeit. Ohne dem Einsatz vieler Freiwilliger würde das Rettungswesen nicht funktionieren. Probst: „Unser Anliegen ist, die Feuerwehren immer gut ausgebildet und ausgerüstet zu sehen“, wobei der Bürgermeister auf die beiden Großfeuer in der Gemeinde verwies, welche sich in den letzten Monaten ereignet hatten.
Dass der Gemeinde Bildung und Ausbildung am Herzen lägen, belegten die rund 300.000 Euro, welche die Gemeinde jährlich dafür ausgibt. „Aber Bildung ist Zukunft“ und so freute es ihn, hochrangige Vertreter der Schulen begrüßen zu können. Auch Repräsentanten der Kreditinstitute und aller im Ort organisierten Vereine waren anwesend. „Ihr alle tragt wesentlich zu einem lebens- und liebenswerten Wilhelmsdorf bei“.
Infrastruktur zum Wohnen und als Grundlage für Arbeitsplätze
Von örtlichen Baustellen im Zusammenhang mit neuen Wasser- und schnellen Internetleitungen konnte Probst ebenso berichten, wie von weiteren Maßnahmen zum Ausbau der Infrastruktur, „alles wichtig zum Erhalt bestehender und der Ermöglichung neuer Arbeitsplätze“. Verbesserte Busverbindungen nach Herzogenaurach gehörten ebenso dazu, wie der Breitbandausbau, welcher nur dank großzügiger Förderung des Bundes und des Freistaates Bayern möglich sei.
Zudem gehe es darum, den Menschen ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen zu können. Für Probst müsse „unsere günstige Lage in der Nähe zu den großen Zentren und wichtigen Arbeitgebern innovativ zur Fortentwicklung genutzt werden“. Das solle aber „mit Maß und Ziel“ und vorrangig für Einheimische erfolgen. Nicht vergessen werde aber auch das Bemühen um Einrichtungen für ältere Menschen einerseits und um ausreichende Betreuungsplätze für Kinder andererseits.
Verbunden mit dem Wunsch nach einer fröhlichen und friedlichen Kerwa dankte Probst den Musikanten und Schaustellern, den Ortsburschen und Ortsmadli sowie der Gastronomie für das umfangreiche Kerwaprogramm und das ansprechende kulinarische Angebot. Rüdiger Probst: „Der Gemeinderat wünscht sich, dass die Auswärtigen Wilhelmsdorf und die Einheimischen die Kirchweih in bester Erinnerung behalten“.

Foto: Erster Bürgermeister Rüdiger Probst bei seiner Kirchweih-Ansprache
Foto v.l.: MdL a.D. Friedrich Loscher-Frühwald, Bürgermeister Rüdiger Probst und Pfarrer Alexander Seidel

Kirchweih Wilhelmdorf 2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sehr geehrte Gäste aus Nah und Fern.

Wilhelmsdorf feiert vom 15. bis 20. August seine diesjährige Kerwa. Grundlage für dieses Fest ist die Einweihung der Hugenottenkirche am 18.August 1754.

Ein buntes Programm bieten die Schausteller vor den Brennereistuben mit ihren Fahrgeschäften und Buden, wie auch die mehr als 30 Ortsburschen und –madli mit ihren vielen Aktionen. Die Familie Günthner wird uns mit fränkischen Köstlichkeiten und Aischgründer Bier verwöhnen.
In Wilhelmsdorf hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Die Bergstraße ist nach mehr als zweijähriger Bauzeit fast fertig: Die dringend sanierungsbedürftigen Wasserleitungen wurden ersetzt und ein durchgängiger Gehweg geschaffen.
Im Nordwesten wird ein Gebiet für die Bebauung überplant. Hier sollen Bauplätze entstehen, die in erster Linie Wilhelmsdorfer Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen sollen.
Im Bereich „Schnelles Internet“ wurde der Masterplan fertig gestellt, so dass bei ohnehin anstehenden Aufgrabungen schnell und gezielt Leerrohre für Glasfaser mit verlegt werden können. Für den Bereich Blumenstraße und Ebersbacher Straße wird in Kürze mit dem Vectoring die neueste Technologie geschaltet, was schnellere Up- und Downloads ermöglicht. Somit sollten dann alle Bereiche gut versorgt sein.
Dass ich so eine lebendige Gemeinde als Bürgermeister lotsen darf, erfüllt mich mit Stolz; das war nicht geplant. Der plötzliche Tod von Bürgermeister Werner Friedrich hat uns aber zu Neuwahlen gezwungen. Ich konnte die Gemeinde in sehr gut geordneten Verhältnissen übernehmen und möchte gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter an einer guten Zukunft unserer Heimat arbeiten.
In Wilhelmsdorf gibt es ein aktives Vereinsleben – die Vereine sind die Pulsader der Gemeinde und sorgen für Zusammenhalt, durch sie gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und zur sportlichen wie kulturellen Betätigung, und sie sorgen für das in Wilhelmsdorf schon immer funktionierende Miteinander der Generationen.
Und es gibt eine enge und vertrauensvolle Kooperation mit Pfarrer Alexander Seidel, mit unserer Kirchengemeinde und dem Diakonieverein als Träger des Kindergartens.
Auch im Namen des Gemeinderates lade ich alle Mitbürgerinnen und Mitbürger und natürlich auswärtige Gäste sehr herzlich dazu ein, ein paar gemütliche Stunden bei uns in Wilhelmsdorf zu verbringen.

Ihr Rüdiger Probst
Erster Bürgermeister

Kirchweihprogramm hier: