Aktuelles aus dem Gemeinderat

„Gemeindliches Wachstum entsteht schon lange nicht mehr aus dem eigenen ‚Bestand’, sondern nur durch Neuansiedlungen“, so Bürgermeister Werner Friedrich in seiner Halbzeitbilanz vor dem Gemeinderat. Ohne neue Baugebiete gebe es keine kontinuierliche Entwicklung, weshalb die Gemeinde schon heute an Abrundungen und Ergänzungen im Bereich des Baugebietes Beethovenstraße denken müsse. „Wir brauchen vielfältige und individuelle Angebote, um den Wünschen der Interessenten gerecht werden zu können“.

Auch wenn der große Bauboom nachgelassen habe, gebe es immer wieder Nachfragen vor allem aus dem Ballungsraum Nürnberg/Fürth/Erlangen. Erweiterungsmöglichkeiten sieht der Bürgermeister zum Beispiel im Westen und Norden des Baugebietes, wo nach nur drei Jahren bereits mehr als die Hälfte der Bauplätze verkauft wurden.

Weitere Verkäufe habe es im Baugebiet Eichenweg II gegeben, woraus sich eine ausgesprochen positive Gesamtbilanz der letzten neun Jahre ergebe. Friedrich: „In diesem Zeitraum wurden 118 Bauplätze erschlossen, von denen bis heute 92 durch die Gemeinde verkauft wurden bzw. im Zusammenhang mit der Abrechnung der Erschließungskosten im Privatbesitz verblieben.

Insgesamt seien dadurch 173 Einwohner neu nach Wilhelmsdorf und Oberalbach gekommen. „Per Saldo sind es zwar nur 70 neue Mitbürger, aber ohne die Baulandentwicklung wäre die Einwohnerzahl um 100 gesunken, mit all den damit verbundenen Nachteilen wie beispielsweise Altersstruktur, Steueraufkommen und Finanzierung kommunaler Einrichtungen“.

Eine positive Entwicklung sieht Bürgermeister Friedrich auch im Gewerbegebiet, wo sich kontinuierlich neue Betriebe ansiedeln würden, die vor allem wegen ihrer Vielfalt eine gewisse Sicherheit böten. Auch hier müsse die Gemeinde in Vorlage gehen. „weil kein Unternehmen so lange warten kann, bis unerschlossenes Gelände baureif wird“.

Ohne Gegenstimmen hat der Gemeinderat beschlossen, als Aufsatz auf die bestehende Friedhofsabgrenzung zum Parkplatz hin eine Urnenwand mit 18 Fächern zu installieren. Die Gemeinde will damit den zahlreich vorliegenden Wünschen Rechnung tragen. Der Standort habe den Vorteil, dass bedarfsgerecht ohne großem Aufwand Erweiterungen möglich sind.

Weiteres Thema war die von einzelnen Bürgern monierte Lärmentwicklung vor allem beim Kinderspielplatz am Buchenweg, der wegen seiner Attraktivität sehr gut angenommen werde und sich deshalb dort auch ein vergleichsweise hoher Geräuschpegel entwickle. Störend würde vor allem empfunden, dass Heranwachsende und sogar Erwachsene den Spielplatz zum Beispiel durch Fußballspielen missbrauchen.

Der Gemeinderat sah zunächst aber keinen zusätzlichen Regelungsbedarf, zumal die Begrenzung bis 12 Jahre per Satzung festgeschrieben und ausgeschildert ist. Übereinstimmend wurde die Meinung vertreten, dass kindliche Verhaltensweisen grundsätzlich hinzunehmen sind. Bei Missbrauch durch Erwachsene müsse allerdings eingeschritten werden.

Während man in Wilhelmdorf bei den neuen DSL-Anschlüssen bis auf Ausnahmen recht gut vorangekommen sei, verzögere sich die Umstellung auf regenerativen Strom. Das „Tarifwirrwarr“ des Versorgungsunternehmens vor allem im Zusammenhang mit der Netz-GmbH sei wenig transparent und deshalb keine geeignete Entscheidungsgrundlage, so der Bürgermeister in seinem Bericht. Die Verwaltung will bis zur nächsten Sitzung einen Vorschlag ausarbeiten.