Aurachgrund: Umsteigen auf den Bus ist angesagt Öffentlicher Personennahverkehr wird deutlich attraktiver

Aurachgrund: Umsteigen auf den Bus ist angesagt
Öffentlicher Personennahverkehr wird deutlich attraktiver

Emskirchen/Wilhelmsdorf/Herzogenaurach. Eine ab 10. Dezember deutlich verbesserte Bustaktung war Anlass zu einer „Probefahrt“ mit prominenter Besetzung. Die Landräte Helmut Weiß (Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim) und Alexander Tritthart (Erlangen-Höchstadt) sprachen nach der Fahrt von Emskirchen zum Busbahnhof in Herzogenaurach am Infobus des Verkehrsbundes Großraum Nürnberg (VGN) von „landkreisübergreifenden gravierenden Verbesserungen“.

In der Tat erhöhen sich die jährlichen Kilometer im „Linienbündel“ der Region von bislang 550.000 auf 970.000, allein zwischen Emskirchen und Herzogenaurach wird es künftig täglich zehn Fahrtenpaare geben, angepasst an die Fahrzeiten der Züge bzw. in Nürnberg an die Haltestellen der Straßenbahnen.

Im Aurachgrund startet somit ein neues Fahrplankonzept, welches besonders Pendlern zwischen Emskirchen und Herzogenaurach bzw. von dort nach Nürnberg eine Alternative zum Auto bietet. „Das ist ein guter Einstieg in deutliche Verbesserungen an dieser Stecke und wir hoffen, dass die neue Taktung auch angenommen wird“, so übereinstimmend die Bürgermeister Kempe, Schneider und Probst.

Dass die Verkehrsverbindungen deutlich verbessert werden müssen zeige allein die Tatsache, dass in  Herzogenaurach in den letzten Jahren jährlich 1.000 neue Arbeitsplätze entstanden sind und „die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht alle in der Stadt einen Bauplatz bekommen können“, so Bürgermeister Dr. German Hacker. „Das Thema Wohnen ist bei uns in der Stadt alleine nicht lösbar, wir brauchen die Zusammenarbeit mit angrenzenden Gemeinden beider Landkreise“. Ihm schwebe vor, ähnlich den Plänen in manchen Großstädten, mit Sondertarifen mehr Menschen zum ÖPNV zu bringen, „und zwar im Verbund mit dem Land“. Im Vorgriff auf die geplante Stadt-Umland-Bahn habe die Stadt eigene Linien initiiert.

Alle Repräsentanten der beteiligten Gemeinden waren von den Plänen sehr angetan. Mit dabei waren neben den Bürgermeistern von Emskirchen, Hagenbüchach und Wilhelmsdorf, Harald Kempe, David Schneider und Rüdiger Probst, auch die im Landratsamt Neustadt für den Öffentlichen Personennahverkehr Zuständigen Ralf Keller und Armin  Reuter. Aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt war neben Dr. Hacker auch Klaus Schumann, Bürgermeister von Aurachtal, vertreten.

Von „einem Beitrag zum Schutz natürlicher Ressourcen durch reduziertem Individualverkehr“ sprach Bürgermeister Probst aus Wilhelmsdorf. Lob erhielten die Marktgemeinde Emskirchen und ihr Bürgermeister Harald Kempe für ihren Mut, den Bahnhof zu kaufen, in Eigenregie zu gestalten und zu einem Knotenpunkt werden zu lassen.

„Ein großes Danke“ sei dem Busunternehmer geschuldet, der „auf eigenes Risiko viel in neue Busse investierte“, so die kommunalen Mandatsträger. 28 neue Fahrzeuge habe er in Betrieb gestellt, berichtete Firmenchef Werner Vogel. Es werden neue moderne Niederflurbusse eingesetzt, barrierefrei und mit kostenlosem WLAN ausgestattet.

Infos zu den neuen Linien gibt es beim VGN unter Telefon 0911 27075-99 bzw. im Internet: www.vgn.de

Foto von links: Die Landräte Alexander Tritthart und Helmut Weiß sowie die Bürgermeister Dr. German Hacker, Harald Kempe, Rüdiger Probst und David Schneider.

pmw

Wasserversorgung unterbrochen

Unterbrechung der Wasserversorgung im Gemeindegebiet Wilhelmsdorf

Die Fernwasserversorgung Franken muss voraussichtlich

am Dienstag, 11. Dezember 2018,
von 7 Uhr bis 16 Uhr,

die Wasserversorgung wegen dringender Reparaturarbeiten an der Hauptleitung unterbrechen.

Bitte treffen Sie Vorsorge.

Hinweis: in der Zeit der Sperrung darf kein Wasser entnommen werden, selbst wenn welches kommt!!!!

Es könnte sonst zu Schäden kommen!!!

Sitzung des Gemeinderates im Dezember 2018

Sitzung des Gemeinderates Wilhelmsdorf

Am Freitag, 14. Dezember 2018, findet um 18:00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Wilhelmsdorf eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates Wilhelmsdorf statt.
Hierzu wird herzlich eingeladen.

Tagesordnung:
Öffentlicher Teil

TOP 0 Anmerkungen zur Tagesordnung

TOP 1 Bürgerversammlungen 2018

TOP 2 Bedarfsermittlung zur Aufstellung der Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramme 2019

TOP 3 Erweiterung der bestehenden Kindertagesstätte

TOP 4 Sonstiges, Wünsche und Anfragen

Weitere mögliche Tagesordnungspunkte entnehmen Sie bitte dem Aushang am Rathaus.

Im Anschluss findet eine nicht öffentliche Sitzung statt.

Rüdiger Probst
Erster Bürgermeister

Bürgerversammlungen Gemeinde Wilhelmsdorf 2018

Probst: „Gemeinde gemeinsam voranbringen“
Erreichtes und Geplantes bei Bürgerversammlungen vorgestellt

Wilhelmsdorf (pmw). 1.513 Einwohner habe die Gemeinde bei seinem Amtsantritt am 15. Januar dieses Jahres gezählt, aktuell seien es 1.486, so Erster Bürgermeister Rüdiger Probst bei seinen ersten Bürgerversammlungen in Wilhelmsdorf und dem Ortsteil Oberalbach. Er rief dazu auf, das Erreichte zu schätzen und das Geplante gemeinsam voranzubringen. Probst behandelte eine breite Themenpallette, von A wie Abwasser bis Z wie Zukunftsfragen.

Mit gut 1,2 Millionen Euro Verbindlichkeiten der Gemeinde zu Jahresbeginn könne man auch insofern gut leben, weil vieles davon zur Vorfinanzierung von Zukunftsprojekten eingesetzt wurde. Zum Beispiel für die notwendige Erneuerung von Wasserleitungen und das geplante Baugebiet ‚Brunner Wegfeld – Blumenstraße‘. Für die vorgesehenen etwa 26 Bauplätze gebe es fast 80 Anfragen, 28 kämen aus der eigenen Gemeinde. „Es ist sicherlich richtig, ortsansässigen Bürgern das Verbleiben in ihrer Gemeinde zu ermöglichen und die Grundlagen für den Gemeindebestand zu schaffen“.

Baugebiet mit Ökokonto

Zur Vorfinanzierung habe der Gemeinderat eine Nachtragshaushaltssatzung beschlossen. Damit sollen die Vorab-Kosten für Bauleitplanung, Grundstückskauf und Erschließung bestritten werden, bis durch den Verkauf der Grundstücke das Geld wieder hereinkommt. Im Zuge der Bauleitplanung habe die Gemeinde ein so genanntes Ökokonto eingerichtet, womit schon im Vorgriff Ausgleichsmaßnahmen zum Schutz von Umwelt und Natur geschaffen wurden und werden.

Unabhängig vom geplanten Bauland will sich die Gemeinde verstärkt um die Nachverdichtung (Erschließung von Wohnungen im Ortskern und in Baulücken) bemühen, was häufig an komplizierten Eigentumsverhältnissen scheitere. „Das Bohren harter Bretter hat aber schon zu ersten Erfolgen geführt“, so Probst.

Positive gewerbliche Entwicklung

Bewegung gebe es auch im Gewerbegebiet. Es gäbe viele Anfragen von größeren und kleineren Unternehmen aus der näheren und weiteren Umgebung, bevorzugt würden aber zunächst einheimische Unternehmer und produzierendes Gewerbe. Um den Wünschen gerecht werden zu können, werde jetzt die Edisonstraße verlängert. „Uns geht es dabei auch darum, Wohnen und Arbeiten zusammenzubringen mit dem zusätzlichen positiven Effekt, unnötigen Pendlerverkehr vermeiden zu helfen und damit die Umwelt zu schonen“, so der Bürgermeister.

Bergstraße mit neuem Antlitz

Mit hoher staatlicher Förderung sei die Bergstraße inzwischen beinahe fertig gestellt; wo immer es möglich war, seien die Wünsche der Anlieger berücksichtigt worden. Anhand zahlreicher Vorher-Nachher-Bilder zeigte Probst auf, wie sich die Situation deutlich verbessert habe. Jetzt würden noch Maßnahmen ergriffen, um den Schwerlastverkehr aus dem Ortskern fernzuhalten. Probst: „Die Gesamtkosten von etwa 1,2 Millionen Euro haben sich gelohnt“. Und durch den Abriss eines maroden Gebäudes konnten Parkflächen entstehen, wodurch auch das Gehsteigparken eingedämmt werden soll.

Geordnetes Parken wünschenswert

Die Parksituation und die Verkehrsführung im Gemeindebereich seien ohnehin Dauer-Themen. Probst rief dazu auf, beim Parken nicht nur die Verkehrsregeln zu beachten, sondern vor allem die Rettungswege freizuhalten, auch wenn Parkplätze Mangelware seien. Mit den beteiligten Behörden habe es im Rahmen einer Verkehrsschau und einer Vor-Ort-Tagung der Unfallkommission bereits mehrere Besprechungen gegeben; gemeinsames Ziel sei, ruhenden und fließenden Verkehr zu ordnen und Gefahrenstellen soweit möglich zu beseitigen.

Lebendige Gemeinde durch Ehrenamt

Dank zollte Rüdiger Probst all den ehrenamtlich Tätigen in Vereinen und Verbänden, bei der Volkshochschule, den Feuerwehren und vielen anderen Organisationen. „Das macht eine lebendige Gemeinde aus“. So habe beispielsweise das diesjährige Ferienprogramm bei 48 Angeboten 400 Teilnehmer verzeichnen können. Sein Dank galt aber auch den Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofes sowie „angeschlossener Betriebe“, wie zum Beispiel die „Siebener“ genannten Feldgeschworenen.

Viel erreicht und noch viel vor

An künftigen Projekten nannte Probst den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung, die Fortführung der Erneuerung von Wasser- und Abwasseranlagen und die Errichtung einer Urnengrabanlage im Friedhof, nachdem eine kleine Fläche für anonyme Urnengräber vom gemeindlichen Bauhof kurzfristig bereits errichtet worden sei. Weiterhin wolle sich die Gemeinde um eine Einrichtung für betreutes Wohnen bemühen und die „schnellen Leitungen“ (DSL-Breitband) flächendeckend ermöglichen.

Foto 1. (Peter Müller): Rüdiger Probst rückt anhand einer Präsentation „Vorher-Nachher“ die neue gestaltete Bergstraße ins rechte Licht.

Foto 2. (Rüdiger Probst): Geordneter und sicherer für Anwohner und Fußgänger und mit Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung neu gestaltet wurde die Wilhelmsdorfer Bergstraße.